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Fischach

29.10.2019

Fischach zeigt Kunst zum Erleben und Bestaunen

Brigitte Winter zeigt mit ihren Keramikarbeiten die Ausdruckskraft weiblicher Schönheit. Im Hintergrund Bilder von Ingrid Egger,
3 Bilder
Brigitte Winter zeigt mit ihren Keramikarbeiten die Ausdruckskraft weiblicher Schönheit. Im Hintergrund Bilder von Ingrid Egger,
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Der Kulturkreis Kern präsentiert in der Staudenlandhalle „verborgene Schätze“ regionalet Künstler. Gezeigt wird eine bunt gemischte Palette von Stilrichtungen.

„Verborgene Schätze“ heißt die große Kunstausstellung, die zum zehnjährigen Bestehen des örtlichen Kulturkreises Kern in der Staudenlandhalle zu sehen ist. Und die Werke können sich nicht nur sehen lassen, sondern fordern zudem zum Erleben und Bestaunen auf.

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Traditionelles steht neben Modernes: eine bunt gemischte Palette von Stilrichtungen, Skulpturen aus Holz und Keramik. Gleich eingangs fesselt Hama Lohrmanns Land Art. Ein Werk, das von Sorgfalt und Hingabe zeugt und zu einem Dialog zwischen Mensch und Natur anregt. Ihm gelingt es, mit Pflanzenteilen, Steinen und Sand ein filigranes Gesamtwerk zu schaffen, das sowohl Anmut als auch Vergänglichkeit vereint.

Erlebnisse in Farbe

Ins Auge fallen auch gleich Christina Bublitz Bilder. Sie sind Erlebnisse in Farbe. Malen sei für sie Therapie und Energie zugleich, gesteht die ehemalige Studienrätin im Kirchendienst. Vor allem ein Werk in Spachteltechnik fällt auf. Es zeigt lebendig und schwungvoll Schloss Elmischwang.

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Waltraud Wöhrle punktet mit Aquarellen. Farbenfroh zaubert sie Landschaften und Blumen, aber auch die Katze „Dicker“ aufs Papier. Ingrid Egger hat sich Acryl verschrieben. Werke wie „The Crossing“ und „Balance“ lassen den Betrachter in eine fast grafische Welt mit weichen und zugleich kräftigen Farben eintauchen.

Filigran und dennoch von flirrender Intensität

Bei Ursula Zentgraf fallen in erster Linie ihre fast schon minimalistischen Aquarelle auf wie „Segelschiff“ oder „Sehnsucht“. Sie kann aber auch knallig und belegt dies mit ihren „Kompositionen“ in Blau und Rot. Ein Hingucker auch ihr „Blühendes Leinfeld“. Ein Seelenverwandter in der Maltechnik ist Heinz Tomaschek. Seine Werke – wie „Staudenkapelle“ oder „Mohnblüte“ – sind filigran und dennoch von flirrender Intensität. Heinz Kaiser wiederum fesselt mit Acrylbildern wie „Seeigelstachel“, „Corrida“ oder „Ascott“.

Ganz anders Kenneth Pagett. Er setzt Motive, Stimmungen und Aspekte aus dem Alltag um, eindrucksvoll und nachdenklich. Vor allem sein Großformat „Stadt der Propheten“, das zahlreiche Assoziationen ermöglicht, lockt die Betrachter an. Auch Angela Eberle setzte ihre eigenen Sichtweisen in Bilder um. Titel wie „Oldtimer“, „Segelboote“ oder „Parktheater“ laden dazu ein.

Interessant sind Jürgen Dippes Stilrichtungen. Sie orientieren sich an große Künstler, ohne dabei den eigenen Pinselstrich zu vernachlässigen. Bereits 1962 entstand „Der Friede im Osten ist nicht zu Ende“ und ist heute noch immer politisch brandaktuell. Aussagekräftig ist auch der vorgelegte Schaffensquerschnitt von Leander Bauer, der immer dann besonders fesselt, wenn er mit kräftigen Farben arbeitet.

Farbverläufe, die gleichsam fliegen und schweben

Olena Habbeke hat es motivisch mit den Tieren. Sie zaubert Eulenblicke, lustige Ziegen und selbst mütterliche Liebe bei den Vierbeinern mit Können und Detailfreude auf die Leinwand. Marianne Dürr schafft mit Aquarellfarben faszinierende Farbverläufe, die gleichsam fliegen und schweben.

Eigene Schwerpunkte servieren Josef Böck und Brigitte Winter. Ersterer beeindruckt mit seinen Holzunikaten. Ihm gelingt es nicht nur die Spannungen in der Natur zu zeigen, sondern sie mit seinen Linien, Ausbuchtungen und Bearbeitungen auch selbst darzustellen. Brigitte Winter glänzt mit ihren Objekten und Reliefs, die immer wieder auf die Ausdrucksformen weiblicher Schönheit hinweisen. Damit verleiht sie ihnen besondere Anziehungskraft und Tiefe.

Ein Oberbegriff für die Ausstellung? Hier stellen Künstler gemeinsam aus, um zu zeigen, was sie an Kunst präsentieren. Und das ist nicht wenig.

Die Ausstellung läuft bis einschließlich Samstag, 21. November. Die Öffnungszeiten sind bis donnerstags von 16 bis 19 Uhr sowie freitags und samstags von 14 bis 17 Uhr. Finissage mit Weißwurstessen und Bluesband ist am Sonntag, 3. November, von 11 bis 14 Uhr.

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