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07.01.2020

Fischacher stoßen auf das neue Jahr an

Der Neujahrsempfang fand wieder großen Zuspruch. Viele Besucher nutzten ihn zu anregenden Gesprächen und zu einem Prosit auf das vor ihnen liegende Jahr, wie beispielsweise Elisabeth Kick (Zweite von rechts), Rektorin der Grund- und Mittelschule Fischach-Langenneufnach.
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Bürgermeister Peter Ziegelmeier wünscht mehr Solidarität und nennt stellvertretend drei Bürger als Vorbild

Großen Stellenwert hatte heuer das Miteinander bei dem vom Musikverein Fischach, dem örtlichen Männergesangsverein Liederkranz und den Sternsingern umrahmten Neujahrsempfang der Marktgemeinde in der Staudenlandhalle. Die Digitalisierung habe sicherlich viele Vorteile, echte menschliche Nähe sei aber durch nichts zu ersetzen, sagte der Fischacher Bürgermeister Peter Ziegelmeier. Er forderte zum persönlichen Gespräch auf. Nach seiner festen Überzeugung sei das Wichtigste für einen Ort nicht das für sich, sondern das miteinander leben.

Ziegelmeier gab auch unumwunden zu, was ihm große Sorge bereite. Das sei das vermehrte Eigeninteresse, das immer mehr zur Schau getragene „Ich“, sagte das Gemeindeoberhaupt. „Dabei bedürfen gerade öffentliche Leistungen insbesondere der solidarischen Mitwirkung jedes Einzelnen.“ Deshalb sei er den in vielen Funktionen ehrenamtlich Tätigen außerordentlich dankbar.

Stellvertretend dafür nannte Ziegelmeier drei Namen. Klaus Neugebauer sei jung geblieben, weil er seit Jahrzehnten im Veteranen- und Musikverein, aber auch überall dort, wo Not am Mann ist, mithilft und mitarbeitet. Oder Marktgemeinderat Franz Fischer: Er sei seit gefühlten 1000 Jahren im Musikverein und jetzt auch noch im Kölberberg-Kapellenverein tätig. Ebenso Anton Eser, der seit 30 Jahren ehrenamtlich im Marktgemeinderat und in verschiedenen anderen Funktionen aktiv sei. „Solche Leute brauchen wir“, resümierte Ziegelmeier. „Sie tun nicht nur Gutes, sie stärken unsere Gesellschaft.“

Fischacher stoßen auf das neue Jahr an

Natürlich fehlte auch nicht der Rückblick auf das vergangene Jahr. Hier schrieb der Bürgermeister dem neuen Hochregallager von Müller-Milch in Aretsried eine besondere Bedeutung zu. „Dieses zugegebenermaßen sehr hohe Bauwerk trägt zur Sicherung von mehr als 1200 Arbeitsplätzen in unserer Gemeinde bei.“

Weiter informierte Ziegelmeier, dass die Kommune etliche Zehntausend Quadratmeter Grund für die zukünftige gewerbliche Entwicklung, die Erweiterung der Schule, den Bau eines weiteren Kindergartens und für die Ausweisung eines neuen Baugebiets erworben habe. Positiv sei zudem die abschließende Planung der Neugestaltung der Ortsmitte. „Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist genauso, wie wenn man auf einem Bahnhof steht und auf ein Schiff wartet“, zitierte Ziegelmeier einen Ausspruch des ehemaligen Deubacher Landtagsabgeordneten Max Strehle.

Der Rathauschef verwies ferner auf die jüngsten Diskussionen über die Reaktivierung der Staudenbahn: „Wir müssen gleichwertige Lebensbedingungen zur Stadt schaffen. Dazu gehört das Recht auf Mobilität.“ Schon deshalb sei der öffentliche Nahverkehr mit Bahn und Bus auf dem Land unverzichtbar. Jung und Alt müssen sich gemeinsam dieser Herausforderung stellen. Umso mehr sei die von einem Kinderchor gesungene Version von einer Oma als Umweltsau nicht dienlich. Das Lied trage nur zur Spaltung unserer Gesellschaft in Jung und Alt bei, so Ziegelmeier.

Gleichzeitig plädierte er dafür, den von der Kommune bisher eingeschlagenen Weg der erneuerbaren Energien fortzusetzen. Ein Gutachten werde der Frage nachgehen, welche weiteren öffentlichen Gebäude in Fischach sich für Photovoltaikanlagen eignen.

Aber auch im neuen Jahr werde dem Marktgemeinderat die Arbeit nicht ausgehen, war sich Ziegelmeier sicher. Er sprach dabei unter anderem den Bau des Feuerwehrhauses in Willmatshofen, den Raumbedarf der Fischacher Stützpunktfeuerwehr, die Erschließung des Baugebiets Erlenstraße und die Sicherung der zukünftigen ärztlichen Versorgung an.

Sein Blick in die nahe Zukunft war optimistisch: „Wenn wir im Markt Fischach so weiterarbeiten wie bisher, dann ist es gemeinsam zu schaffen.“ Wobei er das Wort „gemeinsam“ besonders betonte.

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