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Fischach

24.09.2019

Fischachs neuer Pfarrer ist offen für jedes Gespräch

Markus Schrom ist seit Anfang September der neue Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Fischach. In der Marktgemeinde sei er bereits angekommen, resümiert er.
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Markus Schrom ist Nachfolger von Pfarrer Nößner in der Pfarreiengemeinschaft Fischach. Im Interview verrät er seine Eigenarten und nennt konkrete Ziele.

Seit Anfang September ist Markus Schrom Pfarrer der katholischen Pfarreiengemeinschaft Fischach. Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt der Geistliche, wo er Schwerpunkte setzen will und welche Ziele er hat. Der 46-Jährige geht auch darauf ein, warum sein Weg zum Priesterberuf so lange dauerte.

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Sie haben Ihre ersten Gottesdienste in Fischach schon hinter sich. Wie fühlen Sie sich?

Markus Schrom: Ich fühle mich in Fischach bereits sehr wohl und sowohl in der Marktgemeinde als auch bei den Gläubigen angekommen. Die Menschen sind freundlich, offen und suchen das Gespräch. Ich freue mich auf das, was noch kommt.

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Welche Gedanken hatten Sie, als Sie zum ersten Mal Fischach, die Kirche St. Michael und das Pfarrhaus sahen?

Schrom: Ich bin vor rund einem Jahrzehnt zum ersten Mal nach Fischach gekommen. Schon damals fiel mir der Ort durch sein reges Leben auf. Die Kirche St. Michael schätze ich als wunderbares Baudenkmal. Sie ist sehr hell, besitzt herrliche Stuckarbeiten und Deckenfresken, aber auch schöne Seitenaltarbilder und Kreuzwegstationen. Dort und auch im angrenzenden Pfarrhaus kann man sich sehr wohlfühlen.

Sie waren zuletzt in der Pfarreiengemeinschaft Steppach tätig. Wie kam es zu Ihrem Wechsel nach Fischach?

Schrom: Ich habe schon vor längerer Zeit dem Bistum mitgeteilt, dass ich eine neue Herausforderung suche.

Haben Sie mit Ihrem Vorgänger Sebastian Nößner schon Erfahrungen ausgetauscht?

Schrom: Natürlich! Das gehört sich so bei einem Wechsel der Pfarrer. Mein Kollege schwärmte davon, dass er in Fischach immer gut zurechtgekommen sei. Mir gegenüber zog er eine positive Bilanz. Das sei auch auf die in sich gewachsene Pfarreiengemeinschaft mit ihren Pfarrgemeinderäten und Kirchenverwaltungen und das bodenständige Miteinander zurückzuführen, meinte er.

Welche Schwerpunkte möchten Sie in Fischach setzen?

Schrom: Die Frage kommt noch zu früh. Das erste Jahr in einer neuen Pfarreiengemeinschaft bedeutet für mich erst einmal Schauen sowie den Status quo und die Abläufe festzustellen. Daraus ergibt sich dann, was gut und verbesserungswürdig ist und wo noch etwas fehlt.

Haben Sie bereits konkrete Ziele für die Zukunft?

Schrom: Das gute Miteinander liegt mir sehr am Herzen, ebenso das Gespräch, unabhängig von Person, Status oder Alter. Den Gläubigen gangbare Wege aufzeigen gehört ebenso dazu. Unverzichtbar ist zudem, das Handeln bewusst aus dem Glauben heraus zu gestalten.

Apropos Glaube: Was bedeutet er für Sie?

Schrom: Glaube ist die Basis unserer Hoffnung. Im Glauben fühle ich persönlich das Getragensein von Gott. Im Glauben ist man auch nicht allein, sondern immer in Gemeinschaft.

Gibt es eine besondere Eigenart von Ihnen?

Schrom: Ich lasse in meinen Predigten gerne Alltagserfahrungen oder Begegnungen mit Menschen einfließen. Zu diesen Begebenheiten suche ich dann die passenden Bibeltexte.

Wie wurden Sie Priester? Gab es so etwas wie ein Schlüsselerlebnis?

Schrom: Das ist eine lange Geschichte. Schon in meiner Kindheit habe ich irgendwie gespürt und gewusst, dass da etwas in mir steckt. Mit 18 Jahren wurde in mir mehr und mehr die Neugierde geweckt. Allerdings habe ich mich nicht getraut, mich zu entscheiden, noch war ich auf Suche, hatte auch Zweifel. So entschied ich mich für eine Berufsausbildung zum Kommunikationselektroniker, später für ein Studium der Theologie. Während meiner Zeit als Pastoralassistent in Salzburg machte ich viele seelsorgerische Erfahrungen. Hier ist dann auch meine Entscheidung gefallen, meiner Berufung zu folgen. Eigentlich bin ich ein Spätzünder: Zwischen dem ersten nachhaltigen Initialpunkt mit 18 Jahren und meiner Priesterweihe sind 20 Jahre vergangen.

Wie war die Reaktion Ihrer Eltern auf Ihre Entscheidung?

Schrom: Sie legten mir keine Steine in den Weg. Ich erhielt von ihnen volle Unterstützung.

Ihre Hobbys?

Schrom: Die sind ganz profan. Ich mag Bücher und Blumen. Und ich besitze ein Aquarium.

Interview: Siegfried P. Rupprecht

  • Info Die offizielle Amtseinführung von Pfarrer Markus Schrom ist am Sonntag, 29. September, um 17 Uhr in der Fischacher Pfarrkirche St. Michael. Sie wird im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes von Dekan Thomas Rauch vorgenommen. Der Kirchenchor Fischach umrahmt die Messe musikalisch. Anschließend gibt es einen Stehempfang im Pfarrheim Adolph Kolping.
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