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Jubiläum

27.02.2014

Fischer arbeiten seit 60 Jahren für Schutz der Schöpfung

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Ehrung beim Fischerverein Meitingen: (von links) Georg Schuster, Ulrich Krafczyk, Roland Steichele, Armin Kopp, Wilhelm Bosch, Hubert Schuster, Albert Göttle, Walter Klügl und Helmut Hildebrandt.

Fischerverein Meitingen feiert. Jugendarbeit ist dem Verein wichtig. Fischlehrpfad wird am Lechspitz aufgestellt

Meitingen „60 Jahre Fischerverein sind ein Grund zum Feiern“, sagte voller Stolz der Vorsitzende des Fischervereins Meitingen, Hubert Schuster. 200 Gäste waren zur Jubiläumsfeier in den Meitinger Bürgersaal gekommen, darunter die Gründungsmitglieder Max Ritzka und Erwin Schaller. Dabei wurden auch verdiente Mitglieder geehrt.

„60 Jahre hobbymäßige Vereinsarbeit sind 60 Jahre Arbeit für Natur und Schöpfung“, würdigte Bürgermeister Michael Higl die Bedeutung des Vereins, der sich auch mit der Jugendarbeit im öffentlichen Leben einbringe. Der Präsident des Landesfischereiverbands, Professor Albert Göttle, bezeichnete den Fischerverein Meitingen als „Aushängeschild“. Der Fischerverein erfülle mit dem Schutz von Tieren und Pflanzen zukunftsträchtige Aufgaben, lobte Hans-Joachim Weirather, Präsident des Fischereiverbandes Schwaben, deren Arbeit. Vorsitzender Hubert Schuster sei der Motor des Vereins, der sich auch im Verband unentwegt für die Belange der Fischerei einsetze.

23 Angler gründeten 1954 den „Sportfischereiverein Meitingen“, ließ Hubert Schuster die Geschichte Revue passieren. 1970 wurde eine Jugendgruppe ins Leben gerufen, vier Jahre später begann die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Fischerverein Thierhaupten. 1985 wurde das Naturschutzgebiet bei Thierhaupten ausgewiesen, 1988 wurde der Lechkanal saniert und dafür der Fischbestand geborgen.

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Seit 1991 heißt der Verein „Fischerverein Meitingen“. Derzeit gehören ihm 168 erwachsene und 32 jugendliche Mitglieder an. Auf die Jugendarbeit werde viel Wert gelegt, betonte der Vorsitzende. Bis zum heutigen Tage gingen bereits mehrere Vorstandsmitglieder aus der Jugendgruppe hervor. Zuletzt erinnerte Schuster daran, dass bei einer Fischeraktion im Jahr 2009 ein Sensationsfund gemacht wurde: „Bei Fischbestandsuntersuchungen wurde ein Steingreßlich entdeckt – ein Fisch, der seit über 100 Jahren in Bayern als ausgestorben galt und der nur an bestimmten Stellen mit sauberem Kiesgrund und starker Strömung zu finden ist.“

Zweiter Vorsitzender Reinhard Reiter berichtete über die Jugend-, Vereins- und Öffentlichkeitsarbeit. „Die wichtigste Aufgabe der Fischer ist die Pflege der Gewässer und die Sorge um die Wasserqualität. Ein strukturreicher Lebensraum ist für einen artenreichen Fischbestand das A und O“, so der Zweite Vorsitzende. Natürlich bereichern auch gesellschaftliche Ereignisse das Vereinsleben. Dazu gehören unter anderem die Teilnahme am Ferienprogramm der Marktgemeinde sowie Vereinsausflug, Königsfischen und Kameradschaftsfischen. Eine besondere Herausforderung sieht Reiter in immer wieder folgenden Generationswechseln.

Zehn Jugendleiter und -betreuer kümmern sich um die Ausbildung der Fischerjugend. „Gemeinsame Fischertage mit benachbarten Jugendgruppen sind die Basis für zukünftige Zusammenarbeit“, sagte Reiter. Die jährlichen Reinigungsaktionen führten nicht nur zu sauberen Gewässern und Uferstreifen, sondern stärkten auch das Verantwortungsbewusstsein der Jugendlichen“, so Reiter.

In vielen öffentlichkeitswirksamen Aktionen versuchen die Angler, Verständnis für ihr Hobby und das sensible Leben im Wasser zu wecken. Nicht zuletzt deshalb wurde ein Fischlehrpfad entworfen, der im Frühjahr am Lechspitz in der Nähe der Fischerhütte aufgestellt werden soll. Die Lehrtafeln stellten die Jugendfischer vor.

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