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Landkreis Augsburg

27.02.2020

Fischwilderer an der Schmutter gehen der Justiz ins Netz

An der Schmutter angelten zwei Männer im vergangenen Jahr ohne Schein. Nun landeten sie vor Gericht. 
Bild: Christoph Schmid, dpa (Symbol)

Zwei Männer angeln in der Schmutter bei Gessertshausen. Das Ergebnis: Sie haben nichts gefangen und bekommen 2700 Euro Geldstrafe.

Dieser Fischzug hat sich nicht wirklich gelohnt. Zwei junge Männer hatten vor gut einem Jahr versucht, im Ostarm der Schmutter bei Gessertshausen fette Beute zu machen. Ausgerüstet mit zwei Angeln und den entsprechenden Ködern begaben sie sich auf die Suche nach frischem Fisch. Und zwar fangfrischem Fisch. Doch sie hatten gleich doppeltes Pech.

Ob es daran lag, dass die 21 und 25 Jahre alten Männer über keinerlei Fischereierlaubnis und Berechtigungsscheine verfügten oder ob der Fischereiaufseher die beiden gerade vor dem ersten Biss kontrolliert hatte, wurde vor Gericht nicht aufgeklärt. Dafür aber sprach das Urteil eine klare Sprache. Die Angeklagten wurden nach dem Jugendstrafrecht zu 40 Stunden Hilfsdiensten und fünf Beratungsgesprächen bei der Augsburger Jugendhilfeeinrichtung Brücke verurteilt. Zudem gab es eine Geldstrafe über 90 Tagessätze zu je 30 Euro.

Mit Angelrute und Köderdosen auf Beutezug

Ähnliches droht einem weiteren Fischwilderer, der vor einer Woche einem staatlichen Fischereiaufseher ins Netz gegangen ist. Der Mann wurde ebenfalls an der Schmutter angetroffen. Er war bei Neusäß unterwegs und hatte sich mit einer Angelrute und Köderdosen auf seinen Beutezug vorbereitet.

Fischwilderer an der Schmutter gehen der Justiz ins Netz

Offenbar hatte sich der 45-Jährige darauf eingestellt, nicht gleich mit dem ersten Wurf den dicksten Fisch an Land zu ziehen. Denn: Bei der Durchsuchung seines Rucksackes wurden laut Polizei auch noch Betäubungsmittel aufgefunden. Den Mann erwartet nun neben der Anzeige wegen Fischwilderei eine weitere wegen des Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetz.

Keine außergewöhnlich große Zunahme der Wilderei

Richter Julian Küffer sieht in den beiden Fällen allerdings keine außergewöhnlich große Zunahme der Wilderei. „Mir sind in den vergangenen beiden Jahren in meiner Tätigkeit als Pressesprecher des Amtsgerichts keine derartigen Fälle bekannt geworden“, sagt er.

Übrigens: Die Möglichkeit, legal Fische zu angeln, bieten die Fischereivereine in der Region. In einigen Vereinen können sich die Petrijünger auch auf die Prüfung für den Fischereischein vorbereiten. Investiert werden müssen beispielsweise bei den Kompaktkursen lediglich zwei Wochenenden für den theoretischen Unterricht. Abgelegt werden kann die Prüfung im BBZ Augsburg dann ganz bequem vor dem Computer.


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