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Kutzenhausen

25.01.2019

Fördergeld fließt ins Freibad Kutzenhausen

Die Förderung der Sanierung des Freibads Kutzenhausen steht kurz vor der Genehmigung.
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Die Förderung der Sanierung des Freibads Kutzenhausen steht kurz vor der Genehmigung.

Für zahlreiche Projekte gibt es jetzt Geld aus Brüssel und München. Doch nicht alle Gemeinden im Augsburger Land profitieren davon. 

Es könnte das Projekt mit der höchsten Fördersumme in den vergangenen Jahren werden, die über den Regionalentwicklungsverein Real West gestellt wird: Es geht um die Sanierung und Umgestaltung des Freibads Kutzenhausen. Bis zu 200.000 Euro könnten dafür aus dem gemeinsamen Leader-Fördertopf des Freistaats Bayern und der Europäischen Union fließen. Die Förderung stehe kurz vor der Genehmigung, hat jetzt der Geschäftsführer von Real West, Benjamin Walther, angekündigt. Und noch ein Projekt mit Potenzial für die Höchstfördersumme steht bei Real West auf der Agenda: der Zeltplatz Rücklenmühle im Bereich Zusmarshausen. Darüber sei aber noch nicht entschieden.

Sechs Jahre beträgt jeweils eine Förderperiode, die aktuelle läuft noch bis 2020. In dieser Zeitspanne können bis zu 1,5 Millionen Euro an Leader-Fördergeldern in den Bereich von Real West fließen. Dieser reicht über weite Teile des nördlichen und westlichen Landkreises hinweg und entspricht fast ganz dem Naturpark Augsburg Westliche Wälder.

Erlebnispfad rund um die Lebenswelt der Biber

Doch die Förderung fließt nur, wenn auch geeignete Projekte zur Verfügung stehen, teilweise müssen sie in Kooperation mit anderen Partnern entstehen. Die höchsten Fördersummen gehen in dieser Zeit an das Projekt des Rund- und Aktivwegs um Kloster Holzen (gut 100.000 Euro), die Erfassung der Streuobstwiesen vor allem im Landkreissüden (150.000 Euro), das Umweltzentrum in Diedorf (190.000 Euro) und eben das Freibad in Kutzenhausen. Streuobstwiesen und Umweltzentrum seien dabei nur zwei Projekte, die den Schwerpunkt der Förderung auf Projekten der Umweltbildung zeige, so Benjamin Walther. „Das zeigt auch unsere Verbundenheit mit dem Naturpark.“ Ein anderes sei der Biber-Bach-Erlebnispfad in Biberbach rund um die Lebenswelt der Biber (55.000 Euro). Am Umweltzentrum in Diedorf-Kreppen entstehen mithilfe der Fördergelder nicht allein eine Fischtreppe, sondern auch Entdeckerinseln vor allem für Kindergruppen, die das Leben in der Schmutter kennenlernen wollen und ein neuer Fußweg, der vor allem von Kindern aus Diedorfer Schulen und Kitas genutzt werden kann.

Doch nicht nur die Umwelt steht bei der Regionalentwicklung im Fokus, sondern auch Projekte für bestimmte Altersgruppen. Speziell für Kinder und Jugendliche könnte der Ausbau des Zeltplatz Rücklenmühle sein. Insgesamt 4,4 Millionen Euro will der Landkreis Augsburg in das Projekt investieren. Dabei geht es beim Zuschuss nicht um das Übernachtungshaus, das vom Kreisjugendring betrieben wird, sondern um die Zelthäuser, die auf dem Gelände neu erstellt werden sollen. An rechnerischen 5000 Tagen ist der Zeltplatz Rücklenmühle in 2018 von Jugendgruppen gebucht gewesen.

Zu wenig Punkte für das Panoramabad in Dinkelscherben

Doch wer entscheidet, welches Projekt an die Behörden für eine mögliche Finanzierung weitergegeben wird? Dafür gibt es bei Real West einen Steuerkreis, erläutert Regionalmanagerin Karin Hauber. Nur Projekte, die einerseits dort positiv bewertet werden und andererseits möglichst viele Punkte in einem allgemeinen Anforderungskatalog erfüllen, werden weitergeschickt als Förderantrag. Die Punkte werden für besonders nachhaltige oder touristisch und kulturell wertvolle Ideen vergeben. Das erkläre auch, warum nicht jedes Projekt aufgenommen werde, so der Geschäftsführer: Während die Sanierung des Panoramabads in Dinkelscherben im Anforderungskatalog nicht ausreichend gepunktet hatte, um erfolgreich zu sein, gelte das für den Umbau des Freibads Kutzenhausen mit seinem neuen Becken und neugestalteten Kinderbereich schon.

Der Steuerkreis besteht aus engagierten Landkreisbürgern und Bürgermeistern, unter anderem Bürgermeister Peter Högg aus Diedorf, Bürgermeisterin Silvia Kugelmann aus Kutzenhausen, Bürgermeister Wolfgang Jarasch aus Biberbach und Kreisrat Joachim Schoner für die Interessensgemeinschaft Streuobstwiese Stauden.

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