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26.01.2019

Frauenbund will sich nicht auflösen

In Gablingen gibt’s zu wenige Interessentinnen für den Vorstand

Im Jahr 2016 wurde der Katholische Frauenbund Gablingen 100 Jahre alt. Jetzt stellt sich der Verein die Zukunftsfrage: Am kommenden Sonntag, 27. Januar, hat das Vorstandsteam des Frauenbunds um 14 Uhr im Pfarrheim eine Versammlung angesetzt, in der sie den Mitgliedern den Stand der Dinge erklären will und, wie es heißt, über den Weiterbestand oder eine Auflösung sprechen will.

Denn, so Vorstandsmitglied und Ansprechpartnerin Renate Geiger: Es wurden in Gablingen keine Frauen gefunden, die bereit sind, sich im Führungsteam zu engagieren. Dieses besteht aus fünf gleichberechtigten Vorsitzenden, um die Aufgaben zu verteilen. Zwei von ihnen seien aus persönlichen Gründen ausgeschieden. Jetzt gehören noch sie selbst, Evi Walenta und Karina Ruf, zu den Vorsitzenden.

Karina Ruf, die auch Gablingen Zweite Bürgermeisterin ist, ist seit zwölf Jahren im Vorstand des Gablinger Frauenbundes tätig: „Mein Bestreben ist es, diesen über 100-jährigen Verein mit allen Mitteln zu erhalten und somit den 120 Mitgliedern weiterhin einen Anlaufpunkt im Ort zu geben“, betonte sie auf Rückfrage. Derzeit versuche sie intensiv, für den Gablinger Frauenbund ein neues Vorstandsteam zu bilden. „Auch zukünftig werde ich den Frauenbund nach besten Kräften, wie es mir meine Zeit erlaubt, unterstützen und meine langjährige Erfahrung einbringen“, so Karina Ruf.

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Auch Renate Geiger ist auf der Suche nach Engagierten. Schon seit 2017 habe sie „die Fühler ausgestreckt“ und Frauen mittleren Alters, die nicht mehr intensiv mit der Familie beschäftigt sind, nach einem eventuellen Engagement angesprochen.

Doch sie habe bis jetzt niemanden gefunden. „Ich mache das jetzt 16 Jahre und kann sagen, der Frauenbund ist kein Fulltime-Job“, beschreibt Renate Geiger den Aufwand, den sie für dieses Ehrenamt betreiben muss.

Im Sommer des Jahres stehen bei der Jahresversammlung Neuwahlen an; deshalb soll jetzt schon die Zukunftsfrage gestellt und den Mitgliedern erklärt werden, wie das Prozedere sei, wenn es weitergeht, und wie, wenn der Frauenbund Gablingen aufgelöst werden muss. 2019 soll für den Gablinger Frauenbund laut Geiger deshalb ein „Sabbatjahr“ sein – ganz ohne Veranstaltungen.

Statt eines Teams von fünf Vorsitzenden sei nach einer neuen Regelung des Diözesanverbands auch die Führung durch nur drei Vorsitzende möglich. Die laufende Amtszeit bis zur Neuwahl will das jetzige Team auf jeden Fall zu Ende bringen. Während des Sabbatjahres könnten für den Fall einer Vereinsauflösung die Mitglieder zum 30. September kündigen, einem anderen Frauenbund oder dem Diözesanverband beitreten, erklärt Renate Geiger.

In Gablingen selbst sei das Angebot für die ältere Generation durch die aktive Seniorengemeinschaft recht gut; deshalb sei es für den Frauenbund, der auch viele betagte Mitglieder hat, manchmal schwierig gewesen, noch Besucher zu Veranstaltungen zu bekommen.

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