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Gersthofen

16.05.2015

Frauenforum will Krippengebühren senken

Fraktionsübergreifend für die Senkung der hohen Gersthofer Krippengebühren: (von links) die Stadträtinnen Ingrid Grägel (CSU), Brigitte Grohmann (FW), Julia Romankiewicz-Döll (Pro Gersthofen), Barbara Lamprecht (FW) sowie Johanna Oehler und Sandra Meitinger (beide CSU).
Bild: Sandra Meitinger

Warum Stadträtinnen dafür fraktionsübergreifend im Einsatz sind

Vor gut einem Jahr erteilten die Bürger Gersthofens – die bei der Wahl entstandenen knappen Mehrheiten – eine klar definierte Aufgabe an ihre neu gewählten Stadträte und ihren Bürgermeister zur fraktionsübergreifenden Zusammenarbeit, betont Stadträtin Sandra Meitinger ( CSU) in einer Pressemitteilung.

Unter den Stadträten hat sich inzwischen die Gruppe der Rätinnen vereint, die genau das umsetzen möchte. „Erstes Ziel ist es, die zu hohen Krippengebühren zu senken und die Satzung für Kinderkrippen zu überarbeiten.“ Dafür haben sie der Verwaltung den Auftrag erteilt, die Senkung der Krippengebühren vorzubereiten, um für den Sozial- und Ordnungsausschuss am Donnerstag, 21. Mai, darüber beraten zu können.

Die Gersthofer Stadträtinnen sehen vor allem in Themenfeldern der sozialen Belange große Übereinstimmung. „Die fraktionsübergreifende Zusammenarbeit sehe ich gerade in den Bereichen rund um die Kinderbetreuung von zentraler Bedeutung“, so Brigitte Grohmann (FW). „Das sind genau die Themen, die unsere Bürger umtreibt“, bestätigt Ingrid Grägel (CSU), die sich im Bereich der Seniorenarbeit stark engagiert. Julia Romankiewicz-Döll (Pro Gersthofen), selbst Mutter eines sechsjährigen Sohnes, will sich für bezahlbare Gebühren einsetzen. Eine Senkung der Krippengebühren war ein zentraler Bestandteil des gemeinsamen Haushaltsantrags bei den Etatberatungen im November. „Die Abläufe sind zu träge“, meint Sandra Meitinger. Deshalb fordert sie auch die Stadt Gersthofen auf, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. „Wir wissen ja nicht seit gestern, dass wir in der Gebührenordnung der Spitzenreiter im Landkreis sind.“ Stadtratsneuling Barbara Lamprecht (FW) vervollständigt die Gruppe. Bedingt durch ihre berufliche Erfahrung als Sozialpädagogin weiß sie um die Sorgen und Nöte von Familien.

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Johanna Oehler (CSU), selbst bald junge Mutter, will junge Frauen dabei unterstützen, nach der Familiengründung bald wieder zurück ins Berufsleben zu finden. „Beruf und Familie soll laut unserer Regierung spielend unter einen Hut gebracht werden können“, bestätigt sie. Damit dies aber funktioniert, müssten die Betreuungseinrichtungen auch bezahlbar sein.

Das Frauenforum wurde erstmals im Jahr 2002 gegründet. Genau dieser Vereinigung ist es zu verdanken, dass es die Krippe in Gersthofen überhaupt gibt. Alle sind sich einig, dass es bestimmte Aufgabenfelder geben wird, bei denen nur eine fraktionsübergreifende Zusammenarbeit zum Ziel führt. (AL, lig)

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