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Kutzenhausen

26.07.2018

Freibad und Kirchumfeld sollen schöner werden

Der Knotenpunkt St.-Nikolaus-/Schulstraße ist ein Gefahrenpunkt. Auto- und Radfahrer haben dort nach Ansicht von Experten zu viel Verkehrsfläche zur Verfügung. Eine Verkleinerung würde dort für mehr Sicherheit sorgen.
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Die Städtebauförderung hat mehrere Schwerpunkte für die Entwicklung. Nicht alles geht sofort. Hier geht es auch ums Geld.

In der Gemeinde Kutzenhausen gäbe es viel zu tun. Diesen Eindruck konnte man bei der Präsentation der „Städtebauförderung Kutzenhausen“ bei der jüngsten Gemeinderatssitzung gewinnen. Architektin Susanne Moser-Knoll legte dort unter anderem eine 24 Punkte umfassende Maßnahmen- und Kostenübersicht mit Prioritätenempfehlung vor. Diplom-Geograf Dirk Kopperschläger machte anschließend im Detail auf das „Integrierte Ortsentwicklungskonzept Verkehr“ aufmerksam.

Zunächst stand allerdings ein allgemeiner Überblick an. Dabei verwies Susanne Moser-Knoll auf viele Gemeindeflächen, die mittlerweile keine oder nur noch eine untergeordnete Nutzung aufweisen, auf die Möglichkeit von innerörtlicher Nachverdichtung bei Neubauten und eine Reihe von städtebaulichen Entwicklungspotenzialen wie bei der Kirche und dem Freibad. Demografisch gehe es dem Ort wie viele andere Gemeinden in der Region, meinte die Architektin. Das heißt: Die ältere Generation nehme zu, die Jungen werden weniger.

Ihre Maßnahmenübersicht gliederte sie in sieben Schwerpunktbereiche mit insgesamt 24 Durchführungen. Als kurzfristige Umsetzungen wertete sie die Sanierung und den Umbau des Pfarrhauses für eine öffentliche Nutzung, beispielsweise als Haus der Vereine, und die Neugestaltung des Bereichs der Einmündung St.-Nikolaus-/Schulstraße (Kirchplatz) inklusive derer angrenzenden Teile. Für den ersten Bereich nannte sie eine grobe Kostenermittlung von 1,08 Millionen Euro, für den zweiten eine Summe von 770000 Euro.

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Ebenfalls kurz- bis mittelfristig bezeichnete sie die Neuordnungsmaßnahmen am Freibad. Im Fokus liegt dort die Neuordnung der Parkplatzsituation, der Grunderwerb im nördlichen Teil, die Herstellung eines Grabens an der Badgasse sowie die Abschirmung mit Bäumen nach Westen hin zum landwirtschaftlichen Betrieb. Diese Projekte bezifferte sie überschlägig auf 330000 Euro.

Ein weiterer aufgegriffener Maßnahmenbereich war der Dorfplatz und die Kreuzung Haupt-/Augsburger Straße. Er beinhaltete die Sanierung des Stadels, die Neuordnung des Dorfplatzes, die Errichtung offener Gräben und eine hydraulische Verbesserung, die Schutz vor wild abfließendem Wasser bietet. Diese Verbesserungen würden grob geschätzt mit circa 3,41 Millionen Euro zu Buche schlagen.

Bei der Sparrengasse sah die Architektin vor allem Handlungsbedarf beim Hochwasserschutz. Sie regte unter anderem die Neugestaltung der dortigen Oberflächen an, den Bau eines Entlastungs- und Regenwasserkanals sowie die Vergrößerung der Verrohrung. Die geschätzten Kosten dafür: rund 1,44 Millionen Euro. Als weitere Maßnahmen zum Schutz von Hochwasser fand sie die Herstellung von Retentionsraumausgleichen notwendig, die Ertüchtigung bestehender Gräben und die Verbesserung der Einläufe im Außengebiet.

Im Bereich des Parkplatzes der Brauerei Rapp plädierte sie für eine 1,5 Meter breite Fußwegeverbindung entlang der westlichen Grenze des Parkplatzes und – ebenfalls als Schutz vor Hochwasser – für den Bau eines Entlastungskanals. Wenn die Gemeinde alle Prioritätenmaßnahmen durchführen würde, müsste sie insgesamt 7,6 Millionen Euro berappen.

Doch Bürgermeisterin Silvia Kugelmann blockte gleich ab. Die Darlegung des aktuellen Sachstands der Städtebauförderung sei lediglich eine Sammlung der städtebaulichen Missstände und wie diese behoben werden können. „Nicht alles ist sofort machbar. Die Kommune muss den Blick auf die wichtigsten Dinge richten.“ Was davon umgesetzt wird, sei Sache des Gemeinderats. Derzeit und auch in Zukunft habe der Hochwasserschutz oberste Priorität, verdeutlichte die Gemeindechefin.

Weitere wichtige Punkte für die Kommune schlüsselte das „Integrierte Ortsentwicklungskonzept Verkehr“ auf. Dirk Kopperschläger informierte über die in Angriff zu nehmende Parksituation am Freibad. Er stellte drei Variationen vor, die künftig ein Parken in Reihen hinter den Bäumen möglich mache. Thema sei auch die neue Fußwegeverbindung zum Parkplatz der Brauerei Rapp und der Knotenpunkt Augsburger Straße/Sparrengasse/Badstraße. In diesem Bereich legte er nahe, geschwindigkeitsdämpfende Maßnahmen einzuleiten. Bei der zweiten Gefahrenstelle, St.-Nikolaus-/Schulstraße, biete sich eine deutlich kleinere Gestaltung der bisherigen großen Verkehrsfläche an, meinte er.

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