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Freie Fahrt gibt es auch mit Tempolimit

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Kommentar Von Matthias Schalla
04.11.2019

Freie Fahrt für freie Bürger – mit diesem Slogan startete der ADAC 1974 seine Kampagne, um gegen ein Tempolimit anzukämpfen.

Der Spruch nahm rasend schnell Fahrt auf und wurde zum Totschlagargument, um jegliche Planungen diesbezüglich im Keim zu ersticken. Selbst die rund 16.000 Verkehrstoten in der BRD (ohne DDR) hatten damals kein Gewicht. Heute verlieren zwar glücklicherweise weniger Menschen ihr Leben im Verkehr. Dies ist jedoch sicherlich nicht der „freien Fahrt für freie Bürger“ zu verdanken, sondern den Sicherheitskonzepten der heutigen Autos.

Dass bei einer geringeren Geschwindigkeit die Gefahr schwerer Unfälle sinkt, dürfte wohl unstrittig sein. Dies beweist beispielsweise die Aufhebung der Geschwindigkeitsbeschränkungen innerhalb geschlossener Ortschaften im Jahr 1953. Es kam zu einem Anstieg auf 12.889 Verkehrstoten pro Jahr. Die Konsequenz: Tempo 50 innerorts.

Mit 130 kommt man entspannt vorwärts

Daran hat sich mittlerweile jeder gewöhnt. Und ähnlich wäre es auch bei einem Tempolimit auf den Autobahnen. Erst ein großer Aufschrei. Und irgendwann würde jeder merken, wie entspannt man auch mit 130 vorwärtskommt. Und dass alle freien Bürger trotzdem immer noch freie Fahrt haben.

Lesen Sie dazu auch unseren Artikel: Auf den Autobahnen herrscht Krieg

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