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Landkreis Augsburg

27.10.2020

Freie-Wähler Chefin verteidigt Maskenpflicht an Schulen im Landkreis

Melanie Schappin hatte die Maskenpflicht auch an Grundschulen befürwortet und gesagt: „Die Kinder halten das aus“. Das sorgte für böses Blut.
Bild: Sebastian Gollnow, dpa (Symbolfoto)

Plus Die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Landkreis Augsburg, Melanie Schappin, erntet viel Kritik. Dennoch befürwortet sie weiter die Maskenpflicht.

Heftige Proteste hat die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Kreistag von Augsburg geerntet. Der Grund: Melanie Schappin hatte die Maskenpflicht auch an Grundschulen befürwortet und gesagt: „Die Kinder halten das aus“. Das sorgte offenbar für böses Blut.

Doch Schappin bleibt dabei. Auch sie sei als Mutter zweier Grundschüler nicht begeistert von der Maskenpflicht. „Gleichwohl begrüße und unterstütze ich als Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Landkreis den Kurs unseres Landrats Martin Sailer, an der Maskenpflicht so lange wie nötig festzuhalten.“

Melanie Schappin steht zur Maskenpflicht an Schulen. Dieses Bild entstand zu einer Zeit, als an so etwas noch nicht gedacht werden musste.
Bild: Ingo Dumreicher

Aktuell sei die Maske das einfachste Mittel, den Präsenzunterricht im Landkreis trotz steigender Corona-Fallzahlen aufrecht zu erhalten. Die Alternative wäre der Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht wie er im Landkreis Donau-Ries bereits teilweise umgesetzt werde, so Schappin.

Schappin: Maskenpflicht ist besser als Schulschließungen

In ihren Augen ist das eindeutig die schlechtere Wahl: „Bereits der Lockdown im Frühjahr hat bewiesen, dass eine teilweise Schließung der Bildungseinrichtungen Eltern und Schülern schwer zu schaffen macht.“ Sie zitiert eine DAK-Studie, für die das Forsa-Institut 1005 Erwachsene und jeweils ein zugehöriges Kind im Alter von zehn bis 17 Jahren befragt habe, wonach ein Drittel der Kinder (über alle Altersgruppen hinweg) über psychosomatische Beschwerden während des Lockdowns geklagt habe.

Schappin: „Die Auswirkungen einer angeordneten Maskenpflicht stehen mitunter in keinem Verhältnis zu den physischen und psychischen Auswirkungen für Kinder und Eltern, die von (teilweisen) Schulschließungen ausgehen.“

Zudem, so die Kommunalpolitikerin, müssten auch weitere Möglichkeiten für den Schutz von Schülern und Lehrern in Betracht gezogen werden Sie zählt dazu Spuckschutz-Wände aus Acryl- oder Plexiglas und Raumluftreiniger. (cf/AZ)

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