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21.05.2015

Freie Wähler sammeln Ideen bei den Bürgern

FW-Fraktion sucht bei Fraktionssitzung den Austausch mit Interessierten in Herbertshofen

Um den Dialog mit den Meitinger Bürgern zu intensivieren, wollen die Freien Wähler künftig eine Fraktionssitzung pro Quartal in einem Ortsteil und dem Kernort abhalten. Im Anschluss an die Sitzung sind alle Bürger zu einem inhaltlichen Austausch eingeladen. Den Auftakt hierzu machte die achtköpfige FW-Marktgemeinderatsfraktion jetzt im Herbertshofer Sängerheim. „Wir waren mehr als überrascht, wie viele interessierte Bürger das Gespräch mit uns gesucht haben und welche guten Vorschläge wir aus dieser Diskussion mitnehmen konnten“, resümiert Herbertshofens FLW-Vorsitzender Johann Deisenhofer.

Ärger über das Agieren von CSU und SPD

Nachdem die FW-Marktgemeinderäte zunächst ihre ordentliche Fraktionssitzung abgehalten hatten, empfing Fraktionschef Fabian Mehring die Gäste mit einem Rückblick über das erste Jahr der neuen Wahlperiode im neu gewählten Marktgemeinderat. Dabei bemängelte Mehring, dass „es leider nicht immer um die beste Lösung für Meitingen geht, sondern darum, von wem ein Vorschlag kommt“. Besonders ärgerte sich Mehring über das Agieren von CSU und SPD beim Antrag der Lech-Stahlwerke auf Errichtung eines Schlackewalls. Diesen hatte das Gremium zunächst einstimmig abgelehnt. Nur wenige Wochen später wurde das umstrittene Vorhaben doch genehmigt, wobei nach einem Gespräch mit Stahlwerksbetreiber Max Aicher nur die Freien Wähler bei ihrer ablehnenden Position geblieben seien. CSU und SPD seien eingeknickt und hätten „ohne Not“ ein 25 Meter hohes Schlackeendlager genehmigt. In seiner Bilanz betonte Mehring, die Freien Wähler seien bei den großen Themen des letzten Jahres, wie etwa der Gleichstromtrasse, stets der Taktgeber gewesen und hätten insbesondere mit ihrem Agieren zur Stromtrasse ein „zweifelhaftes Schicksal von Meitingen abgewendet“.

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Lobende Worte fand Mehring für den Dorferneuerungsprozess in Langenreichen. „Eine solche Art der Bürgerbeteiligung wollten wir auch zur Schlosswiese erreichen, leider wurde unser Antrag aber abgelehnt“, so Mehring. Insgesamt forderte der FW-Kreisrat schlüssige Gesamtkonzepte ein, ob beim Schlosspark oder der Zentrumsentwicklung in Meitingen.

Im Anschluss brachten interessierte Bürger bis zum späten Abend ihre Vorschläge und Anliegen vor. Dabei sei vom Lärmschutz über Verkehrsthemen, bis zum Stahlwerk und der Schlosswiese ein ganzes Füllhorn an Ideen auf den Tisch gekommen, so Herbertshofens Marktgemeinderat Ernst Dittrich. Die Parteifreien wollen diese Ideen in ihre Arbeit im Marktrat einbringen. (AL)

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