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Polizeireport

24.06.2016

Fremdenfeindliche Schmiererei

In das Fundament dieses Hauses für Flüchtlinge in Thierhaupten wurden fremdenfeindliche Parolen eingeritzt. Diese sind nun – da das Gebäude steht – nicht mehr sichtbar.
Bild: Andreas Dengler

Täter ritzen Parolen in Fundament einer Asylunterkunft

Unbekannte Täter haben in der Nacht zum Mittwoch fremdenfeindliche Parolen in das frisch gegossene Betonfundament einer künftigen Asylunterkunft in Thierhaupten geritzt. Außerdem wurden Steine in ein Abflussrohr geworfen, die dieses verstopften. Der entstandene Schaden wird von der Polizei auf rund 3000 Euro geschätzt.

Als Thierhauptens Bürgermeister Toni Brugger von den Vorfällen erfährt, ist er bestürzt: „So etwas habe ich überhaupt nicht erwartet“, sagt er. Thierhaupten sei ein gastfreundlicher Ort, und so etwas würde überhaupt nicht dazu passen.

Verärgert und entsetzt ist auch Richard Schaller. Er ist der Bauherr der drei Häuser für Flüchtlinge, die im Gewerbegebiet entstehen. Er berichtet, dass die Arbeiter am Dienstagabend das Fundament gegossen hätten, in das die Stahlträger hineingelegt werden. In diesen frischen Beton seien dann die fremdenfeindlichen Parolen und Zeichen eingeritzt worden. Gestern Vormittag wurde dann bereits das erste der drei Flüchtlingshäuser auf dieses Fundament gestellt, sodass die Schmierereien nicht mehr sichtbar sind.

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Etwas länger wird sich Schaller allerdings mit dem Schaden beschäftigen müssen, der am Abflussrohr verursacht wurde. Die Täter hatten den Deckel abgenommen und Steine hineingeworfen. „Wir haben nicht alle wieder herausbekommen“, so Schaller. Aus diesem Grund müsse nun eine Spezialfirma kommen und die Rohre durchspülen. Die Steine könnten ansonsten später die Hebeanlage für das Abwasser beschädigen.

Die drei Häuser, die in Thierhaupten entstehen, werden laut Schaller in Massivholzbauweise in sehr hochwertiger Ausführung gebaut. Sie hätten eine Lebensdauer von 80 bis 100 Jahren.

Schaller, der im Ort eine Im- und Exportfirma betreibt und nach eigenen Angaben 1,2 Millionen Euro in die drei Gebäude investiert, geht davon aus, dass die drei Häuser in rund sechs Wochen komplett fertig sind. (elhö)

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