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Neuwahlen

10.03.2014

Frischer Wind im Zehentstadel

Die Mitglieder des neuen Vorstands im Heimatverein Reischenau (von links): Josef Stark, Ursula Kreisel, Christoph Lang, Elfriede Fischer, Josef Schelble, Konrad Niederhuber, Johann Kopp und Alois Merck.

Christoph Lang wird vom Heimatverein Reischenau zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er löst Konrad Niederhuber ab

Seit vergangenen Freitag ist es nun offiziell. Der Heimatverein Reischenau hat einen neuen Vorsitzenden. Der 38-jährige Christoph Lang ist damit die Wunschbesetzung seines Vorgängers Konrad Niederhuber. Hans-Joachim Stadler wurde zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Der bis dahin amtierende Niederhuber hatte sich nach 14 Jahren Amtszeit nicht mehr zur Wahl aufstellen lassen.

Christoph Lang kann sich auf ein routiniertes und erfahrenes Vorstandsteam verlassen. Der Leiter des Stadtarchivs Aichach ist damit der bisher jüngste Vorsitzende. Ihm sei es wichtig, den Generationswechsel nicht nur in personeller, sondern auch in inhaltlicher Hinsicht durchzuführen. Lang, der auch schon die aktuelle Vortragsreihe vom Heimatverein zum Marktjubiläum betreut, spricht von innovativen Angeboten. Musik oder Theateraufführungen könne er sich vorstellen. Nicht zu vergessen, ein pädagogisches Programm für Schulklassen.

Neue Zielgruppe: Kinder und Schulklassen

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Dabei kann Christoph Lang auf seine Erfahrungen in der Museumspädagogik zurückgreifen. „Wir wollen den Zehentstadel für die Kinder erlebbar machen“, betont er. Im Stadtmuseum Aichach hat er bereits erfolgreiche Konzepte entwickelt, die eine Museumsführung ergänzen, wie etwa Glasmalerei für Kinder. Ähnliche Angebote wären auch für den Zehentstadel denkbar.

Weiterhin werden Sonderausstellungen für Abwechslung sorgen. Schererspezialist Konrad Niederhuber wird wie gewohnt die Scherergalerie betreuen und erweitern. Christoph Lang würde zudem gerne die Ausstellung „Migration und Heimatvertriebene“ realisieren – eine Herzensangelegenheit für den frischgebackenen Vorsitzenden und ein Thema mit politischer Relevanz, so ist er sicher. Noch sei das Projekt eine Vision, aber die Zeit dränge. „Es gibt immer weniger Zeitzeugen, die uns berichten können, wie sie hier angekommen sind und wie sich ihr Zusammenleben mit den Einheimischen gestaltet hat“, sagt er. Obwohl es viele Familien gibt, die nach dem Kriegsende als Heimatvertriebene in der Reischenau gelandet sind.

Schwerpunkt: Heimatgefühl

Lang hat sich differenziert mit dem Wort „Heimat“ auseinander gesetzt. Für ihn hat der Begriff viele Facetten. Daher klingt seine Definition auch erfrischend unkonventionell. „Heimat ist in erster Linie ein Ort, wo sich der Mensch wohlfühlt“, sagt er „und in welchem er sich politisch und gesellschaftlich einbringen kann.“

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