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Fronleichnam ist ein Feiertag auf wackligen Füßen

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Kommentar Von Regine Kahl
19.06.2019

Warum gibt es den Feiertag Fronleichnam? Würde man auf der Straße Passanten diese Frage stellen, wäre das Ergebnis ernüchternd.

Viele freuen sich zwar über den geschenkten freien Tag nach Pfingsten, der oft und gerne für ein verlängertes Wochenende genutzt wird. Der Hintergrund des Tages ist vielen nicht (mehr) bewusst. Das ist schade, ist damit doch viel mehr als ein kirchlicher Festtag verbunden. Unser heutiges Beispiel der Vorbereitungen in Hainhofen zeigt, dass Fronleichnam auch viel Brauchtum und Gemeinschaftssinn bedeutet. Prächtig Altäre, die schon viele, viele Jahre den Ort an diesem Tag zieren, werden von Erwachsenen geschmückt. Die Kinder und Jugendlichen übernehmen die Blumenteppiche. Nach dem Umzug setzen sich alle gemütlich zum Frühschoppen zusammen.

Zahl der Prozessionen geht zurück

Hainhofen ist auch ein Beispiel dafür, dass die Tradition noch aus einem weiteren Grund wackelt. Mit dem Trend zur Bildung von großen Pfarreiengemeinschaften wird unweigerlich die Zahl der Prozessionen zurückgehen. Altäre, oft wahre Kunstschätze, werden im Stadel oder auf dem Dachboden verstauben. Das wäre für kleine Orte ein Verlust. Dann wird es so sein, wie oft im Leben: Erst wenn es nicht mehr da ist, wird es vermisst.

Lesen Sie hierzu auch: Fronleichnam - für den Altaraufbau sitzt jeder Handgriff

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