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30.03.2009

Frühes Gelb-Rot und noch drei Elfmeter

Beim 4:1 des TSV Friedberg gegen den alten Erzrivalen TSV Neusäß (Bezirksliga Süd) ging es wieder einmal heiß her. Trotz tristen Regenwetters brauchten die rund 250 Zuschauer ihr Kommen nicht zu bereuen - wenn sie nicht gerade Fans der Gäste waren, die zunächst über das 1:0 der Platzherren aus klarer Abseitsstellung und dann über drei Elfmeter für die Platzherren klagten, weil die eigene Mannschaft zu grün hinter den Ohren ist. Knackpunkt im Spiel war möglicherweise die Gelb-Rote Karte für Patrick Fendt bereits in der 38. Minute.

Fünf Tore, davon vier aus Elfmetern, und der Platzverweis zeigen, dass Dampf, Rasse und Hektik in diesem Derby steckten. Die Niederlage des TSV Neusäß fiel auf alle Fälle zu hoch auch und war irgendwie Ausdruck eines verkorksten Spiels. Es war ein abwechslungsreiches Spiel mit unheimlich viel Dramatik. Und es war von Anfang an Aggressivität und Giftigkeit im Spiel. Schiedsrichter Maucher hatte da kein leichtes Spiel. Da ließ man gerne auf beiden Seiten ein Bein stehen oder zerrte und zupfte am Trikot. Die "Roten" aus Neusäß hatten in der ersten Halbzeit ein klares Übergewicht. Die Mannschaft überzeugte durch Technik und Schnelligkeit und war vor allem durch Austin Indiavo brandgefährlich. Friedberg hatte Glück, als der erste konkrete Angriffsversuch durch Kühnl zum 1:0 führte.

Nur einmal Gnade vor Recht

Mendel im Friedberger Tor klärte anschließend zweimal meisterlich und verhinderte den verdienten Ausgleich. Der fiel dann in der 28. Minute, als Nossek im Mittelfeld den Ball verplemperte und Geib nur mehr mit langem Bein zu stoppen war. Der Unparteiische, der kurz zuvor schon zugunsten der Friedberger Gnade vor Recht ergehen ließ, gab Elfmeter und Geib selbst stellte den 1:1-Ausgleich her.

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Insgesamt hatten die Gäste mehr vom Spiel und die Tatsache, dass sie ab der 38. Minute mit nur zehn Mann auskommen mussten, machte sich erst in der zweiten Halbzeit bemerkbar. Nachdem sie zunächst Mendel im TSV-Tor erneut prüften, übernahmen mehr und mehr die Friedberger das Geschehen. Surauers Schuss streifte die Latte, Karakurt verfehlte knapp und dann wurde Surauer im Strafraum gefoult. Kühnl vollstreckte zum 2:1. Neusäß wurde in die eigene Hälfte zurückgedrängt, die Friedberger Chancen mehrten sich. Dennoch brauchte die Heimelf zwei weitere Elfmeter, um zu drei Punkten zu kommen. (pt/AL)

TSV Neusäß: St. Schmid, A. Schmidt, Fixle, Scherer (85. Bosch), Lehrmann, P. Fendt, Weiß, Indiavo, Schaller, Geib, Erhan Yalcin (77. Mukanov).

TSV Friedberg: Mendel; Miok, Hauber, Nossek, Marzahn (63. Dietmayer), Karakurt, Surauer, Kühnl (89. Makowski), Lang, Holzberger, Gosevic (71. Schulz).

Tore: 1:0 Kühnl (11.); 1:1 Geib (Elfmeter/28.); 2:1 Kühnl (Elfmeter/72.); 3:1 Karakurt (Elfmeter/85.); 4:1 Surauer (Elfmeter/89.). - Bes. Vork.: Gelb-Rot für P. Fendt (38). - Schiedsrichter: Markus Maucher (FC Benningen). - Zusch.: 250.

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