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20.03.2009

Für Regionalschule kann aufgestockt werden

Fischach (msi) - Nicht so hoch, dafür lieber breiter - so soll der Neubau an der Fischacher Volksschule aussehen. Architekt Alfred Poppe hatte seine Pläne bereits im Februar dem Marktgemeinderat vorgestellt, nun zeigte er die weiterentwickelten Modelle, die in enger Zusammenarbeit mit Gemeinde und Schule ausgearbeitet worden waren.

Flexibilität ist in Fischach das Zauberwort, hofft die Staudengemeinde doch eine Regionalschule zu bekommen, die dann Volks- und Realschüler gemeinsam besuchen. Dafür hat der Gersthofer Architekt eine Lösung ausgearbeitet. Der neue Anbau soll zunächst aus dem Erd- und einem Obergeschoss bestehen. Sollte mehr Platz gebraucht werden, könnte relativ problemlos noch ein Stockwerk draufgesetzt werden. "Wir hätten dann 50 Prozent mehr Fläche", so Poppe.

Passivhaus mit Wärmerückgewinnung

Auch was die Klassenräume angeht, sei die Gemeinde nicht auf ewig festgelegt. Die Wände in Trockenbauweise würden sich schnell wieder entfernen und versetzen lassen. Der kompakte Bau wird ein Passivhaus mit einer dichten Gebäudehülle, das keine Heizung im klassischen Sinne braucht. Eine moderne Lüftungsanlage sorgt für Wärmerückgewinnung.

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Wo das neue Gebäude an das alte andockt, wird der neue Haupteingang mit Foyer entstehen. Aus dem Busparkplatz soll fast ein Busbahnhof mit schräg gestellten Halte-Inseln werden.

Strohmayr-Bau wird abgerissen

Der Neubau war erst möglich geworden, weil die Regierung von Schwaben den Abriss des alten Strohmayr-Baus genehmigt hat. Er stammt aus den 50er Jahren, eine Sanierung lohnt nicht. Der Aufwand und die Kosten für den Abriss werden vom Architekten als nicht sehr groß beschrieben. "Damals wurden noch keine problematischen Materialien verbaut", so Poppe. Asbest werde nicht zu finden sein, dafür Glaswolle und Holz. Ein Teil des alten Gebäudes wird aber auch während des Neubaus stehen bleiben und als eine Art "Bauzaun" für die Sicherheit sorgen.

Natürlich wurde auch die Frage nach den Kosten gestellt. Eine Schätzung ergibt rund 3,5 Millionen Euro. Marktbaumeister Roland Bröll gab zu bedenken, dass darin die Gestaltung der Außenanlage noch nicht enthalten ist. Dass 3,5 Millionen Euro für den Markt eine stolze Summe sei, betonte Bürgermeister Peter Ziegelmeier. "Der Haushalt wird belastet und der finanzielle Spielraum einschränkt."

Aber es gibt eine Hoffnung. Sie heißt Konjunkturpaket II. Und deshalb wird der Markt den Schulhausbau auch dafür anmelden. Dass da große Geldmengen fließen, wurde aber gleich wieder in Frage gestellt. Ziegelmeier: "Der Landkreis bekommt 18 Millionen Euro, fünf Millionen beantragt der Landkreis und dann sind da noch 46 Gemeinden . . ." In diesem Zusammenhang kritisierte er auch, dass Kommunen, die finanziell gut ausgestattet sind, ebenfalls Wünsche anmelden.

Einstimmig wurde beschlossen, neben dem Schulhausbau noch die energetische Sanierung des Rathauses und des Kindergartens St. Michael anzumelden.

Als Mann der Praxis machte der Marktbaumeister dann noch klar, was es bedeuten würde, wenn die Schule mit Geldern aus dem Konjunkturprogramm gesegnet werde: ein abenteuerliches Tempo. "Dann müssten wir den ganzen Bau bis zum Jahr 2011 abgerechnet haben."

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