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Kirche

08.09.2016

Für den Pfarrer geht es vom Allgäu in die Stauden

Stefan Finkl war zuletzt Kaplan in Marktoberdorf und wird jetzt Stadtpfarrer in Thannhausen.

Der gebürtige Stadtberger Stefan Finkl ist der neue Stadtpfarrer in Thannhausen

Ein Neuanfang steht in der katholischen Pfarrei in Thannhausen an. Mit Stefan Finkl hat der neue Stadtpfarrer seinen Dienst begonnen. Der gebürtige Stadtberger war zuletzt Kaplan in Marktoberdorf im Allgäu.

Zum Priester geweiht wurde Finkl am 30. Juni 2013 im Augsburger Dom. Auf dem Weg zum Priestertum beschritt der 42-Jährige so manchen Umweg. Nach dem Abitur am Gymnasium St. Stephan in Augsburg im Jahr 1993 leistete er seinen Zivildienst bei den Maltesern. Anschließend studierte Finkl zwei Semester Theologie an der Universität Augsburg, begann jedoch 1997 eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Stadtsparkasse Augsburg. Nach der vierjährigen Bankausbildung machte sein Weg erneut einen Schwenk.

Weitere vier Jahre arbeitete Finkl als Restaurantmanager zweier McDonald’s-Filialen in Schwabmünchen und Augsburg, ehe er seiner geistlichen Berufung wieder näherkam. Ein Jahr lebte er in einer Ordensgemeinschaft in Österreich, bevor er 2007 erneut in das Augsburger Priesterseminar eintrat und sein Studium der katholischen Theologie in Augsburg und Regensburg wieder aufnahm. „Die alles entscheidende Frage bei der Entscheidung zum Priestertum lautet: ‚Gott, wo willst Du mich haben?‘“, erklärte er in der Festschrift zu seiner Primiz. Eine Antwort auf diese Frage gebe es nicht sofort, oft sei sie eher ein länger währender Prozess. Dass er sein „altes“ Leben gegen das als Priester eingetauscht hat, habe er jedenfalls nie bereut.

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In Stadtbergen, der Heimat der Familie Finkl, waren vor drei Jahren rund 400 Menschen zu Stefan Finkls erster Messe gekommen. Für die Stadt war die Primiz die erste Veranstaltung dieser Art seit 30 Jahren – und für Finkls Vater eine so große Freude, dass er eigens von einem Holzschnitzer ein Kreuz anfertigen und aufstellen ließ.

Im Frühjahr musste er sich jedoch wie berichtet recht ärgern. Unbekannte hatten damals die Jesusfigur mit grüner Farbe besprüht.

(rbod, AL)

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