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Neusäß

22.11.2019

Für die Grünen hat Energiesparen in Neusäß zu wenig Vorrang

Über den Stromverbrauch möchten die Grünen in Neusäß auf dem Laufenden sein.
Bild: Hermann Schmid

Eine zusätzliche Stelle als Energiemanager findet in Neusäß aber keine Zustimmung. Doch CSU verspricht Besserung.

Wo sind die Einsparpotenziale beim Energieverbrauch in Neusäß? Wo können noch mehr umweltfreundliche Maßnahmen umgesetzt werden? Und wie wirkt sich das aus, was man bereits verändert hat? Das Thema Energie und Umwelt kommt nach Meinung der Grünen in der Neusässer Stadtverwaltung zu kurz. Deshalb beantragte die Grünen-Fraktion bei den aktuellen Haushaltsberatungen im Finanzausschuss eine eigene Stelle als Energiemanager/in in der Stadtverwaltung.

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„Es muss ja keine Ganztagsstelle sein“, so der Fraktionssprecher und Bürgermeisterkandidat Michael Frey. „Aber seitdem wir 2016 aus dem Energy-Award-System ausgestiegen sind, fällt das Thema immer mehr hinten runter und es passiert nicht viel“. Als Beispiel nannte er den jährlichen Energiebericht der Stadt mit einer Aufstellung der Verbrauchsverläufe, der in den vergangenen Jahren nie rechtzeitig vor den Haushaltsberatungen fertig geworden ist. Mit dazu würde auch eine Ergebniskontrolle und eine Überprüfung gehören, dann könne man die Zielsetzung neu anpassen.

Festes Stundenkontingent sei nötig

Das Thema Energie und Umweltschutz würde aber nach Meinung Freys immer zu kurz kommen. „Von einem regelrechten Energiemanagement kann keine Rede sein“, so die Grünen-Fraktion in ihrem Antrag. Deshalb hält sie ein festes Stundenkontingent für diese Aufgaben in der Stadtverwaltung für dringend nötig.

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Diesen Vorschlag unterstützten auch die Freien Wähler und die SPD. Wolfgang Weiland (FW) sagte, es sei eine Frage der Prioritäten, die bei der Abarbeitung bestimmter Aufgaben gesetzt würden, und da komme der Umweltschutz und das Energiesparen halt oft zu kurz.

Christian Rindsfüßer (SPD) schlug vor, für diesen Aufgabenbereich künftig zehn Wochenstunden zu gewähren. Das hielt die CSU für übertrieben und unnötig. Sie stritt vehement ab, dass das Thema „immer“ zu kurz kommt und man nichts erreicht habe. So habe zum Beispiel die Energiekarawane etliche Privatleute dazu animiert, energetisch zu sanieren.

Allerdings räumte Bürgermeister Richard Greiner ein, dass der Energiebericht oftmals zu spät fertig geworden sei. Das läge an so vielen anderen Aufgaben, die die zuständige Abteilung zu bewältigen hatte wie zum Beispiel den Hörpfad oder das Bienenhaus. Er versprach, künftig darauf zu achten, dass der Energiebericht früher fertig ist und auch eine Kontrolle der Maßnahmen stattfindet. Dann wolle man schauen, wie es läuft. Damit erklärten sich alle Ausschussmitglieder einverstanden.

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