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Europawahlen

03.06.2009

Für viele war die Briefwahl bereits erste Wahl

Die Wahlen zum Europaparlament werfen schon längst ihre Schatten voraus - zumindest an den Straßenrändern, wo sich die Wahlplakate häufen. Wenige Tage vor dem Urnengang haben wir in fünf Kommunen des Landkreises nachgefragt, wie es denn mit den Vorbereitungen ausschaut. Von Martin Deibl

Von Martin Deibl

Landkreis Augsburg - Die Wahlen zum Europaparlament werfen schon längst ihre Schatten voraus - zumindest an den Straßenrändern, wo sich die Wahlplakate häufen. Wenige Tage vor dem Urnengang haben wir in fünf Kommunen des Landkreises nachgefragt, wie es denn mit den Vorbereitungen ausschaut.

Neusäß In der größten Stadt im Verbreitungsgebiet der AZ Augsburger Land sind am Sonntag 16 620 Bürger wahlberechtigt. Knapp zwölf Prozent von ihnen haben bislang Unterlagen zur Briefwahl angefordert, berichtet Wahlleiter Josef Hoppe. Der Rücklauf sei bereits sehr hoch. Die Zahl der Briefwähler werde damit deutlich über den vergangenen EU-Wahlen liegen (1999: 6,03 Prozent, 2004: 8,13 Prozent).

Keine Frage: Da machen sich die Ferien bemerkbar, weshalb Hoppe auch keine Hochrechnung auf die Wahlbeteiligung machen will, die bei den beiden Wahlen zuvor zwischen 44 und 47 Prozent lag.

Für viele war die Briefwahl bereits erste Wahl

Nicht nur wegen der Ferien hat man in Neusäß die Zahl der Wahllokale deutlich von normalerweise 26 auf 14 reduziert, wie schon vor fünf Jahren. Dafür braucht man auch weniger Wahlhelfer - das sei jetzt kein Problem mehr gewesen.

In Neusäß haben 450 Bürger aus der Europäischen Union ihren Hauptwohnsitz - 47 von ihnen wollen in ihrer neuen Heimat wählen.

Gersthofen Von den rund 15 000 Wahlberechtigten haben bislang 1317 Briefwahlunterlagen angefordert, so Wahlleiter Wolfgang Held. Das sei im Vergleich zu anderen Urnengängen nicht besonders hoch. In Gersthofen fährt man wie bei allen anderen Wahlen das gleiche Programm mit unverändert 25 Wahllokalen. "Damit müssen sich die Wahlberechtigten nicht auf ein anderes Gebäude oder einen anderen Raum umstellen", begründet Held. Probleme mit der Suche nach Wahlhelfern? Nein, eigentlich nicht, wenngleich für 24 Wahllokale plus vier Briefwahlbezirke mit je sieben Helfern insgesamt 203 Frauen und Männer im Einsatz sind, darunter die komplette Verwaltung, aber auch Mitarbeiter von Landratsamt, Finanzamt, Bezirk und Regierung.

In Gersthofen haben 551 EU-Ausländer ihren Hauptwohnsitz - 28 wollen auch hier wählen.

Stadtbergen Knapp 13 Prozent der insgesamt 11 690 Wahlberechtigten haben bis dato Briefwahlunterlagen im Rathaus angefordert, so Birgit Gleich. Die Zahl der Wahllokale wurde von üblicherweise 19 auf elf reduziert - wegen der zu erwartenden geringeren Wahlbeteiligung und mit Blick auf die Suche nach Wahlhelfern. In Stadtbergen wollen von den 327 EU-Ausländern lediglich sieben vor Ort wählen.

Zusmarshausen 4723 Frauen und Männer können ihre Stimme abgeben - 382 wollen dies per Briefwahl tun. "Deutlich mehr als sonst", so Wahlleiter Walter Stöckle haben entsprechende Unterlagen angefordert. Die Zahl der Wahllokale wurde um zwei auf neun (plus Briefwahl) reduziert; betroffen ist davon jedoch nur der Markt selbst (zwei statt vier Wahllokale). Die Suche nach Wahlhelfern sei nicht einfach gewesen, berichtet Stöckle, bei dem gerade eine weitere Absage ins Rathaus eingetrudelt ist. Deshalb setzte man diesmal speziell auf ältere Bürger, die früher schon bei Wahlen aktiv waren "und die auch in den Ferien eher zuhause sind" (Stöckle). Von 70 EU-Ausländern in Zusmarshausen wollen nur eine Handvoll in ihrer neuen Heimat wählen.

Langweid Rund 5100 Bürgerinnen und Bürger können in Langweid wählen, 400 haben Briefwahlunterlagen angefordert. "Wesentlich mehr als früher", kommentiert Roland Paul, bei der letzten Wahl seien es insgesamt nur 249 Briefwähler gewesen. Die Wahllokale wurden von zehn auf sieben reduziert. Bei den Wahlhelfern sei man jetzt "im grünen Bereich" (Paul). Langweid gilt als jene Gemeinde im Kkreis mit einem besonders bunten Völkergemisch. In der EU sind 27 Mitgliedsstaaten - in Langweid sind 17 vertreten. Hier leben 312 EU-Ausländer, von denenaber nur sechs auch in Langweid wählen wollen. "Tagesgespräch

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