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Landkreis Augsburg

09.04.2019

Fußball-Nachlese: Ein Sieg für die „Nummer 2“

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3 Bilder
Nach dem 2:1-Erfolg gegen den SV Thierhaupten stellten sich die Weldener Spieler spontan zu einem Foto zusammen – ein besonderer Gruß für „ihre“ Nummer 2, Moritz Vermeulen, der sich schwer verletzt hatte. 
Bild: TSV Welden/Oliver Reiser

Plus Der TSV Welden widmet den Sieg gegen Thierhaupten einem verletzten Mitspieler. Aystettens Trainer ist vom Auftritt seiner Mannschaft schockiert.

„Dieses Wochenende war für’n Arsch!“ Marco Löring trägt sein Herz auf der Zunge, wenn er auf die Ergebnisse der für ihn relevanten Mannschaften blickt.

0:5 wurden die Dortmunder Borussen, für die der 36-Jährige acht Jahre gespielt hat, vom FC Bayern München abgefieselt, 0:2 verlor der von ihm trainierte SV Cosmos Aystetten sein Heimspiel gegen den SC Ichenhausen. „Meine Mannschaft hat sich wohl die Leistung der Dortmunder zum Vorbild genommen. Das war schockierend, wie wir aufgetreten sind. Zweikampf, Laufbereitschaft – es halt an allem gefehlt“, war er nicht gut auf die Seinen zu sprechen: „Gerade in der Situation, in der wir uns befinden, muss mehr kommen. Ich kann mir das nicht erklären. Zwischen Training und Spiel liegen Welten.“

Spiel vergessen und bei Null anfangen

Der SV Cosmos befindet sich aktuell in einer Art von „Russischem Roulette“, in dem sich elf Mannschaften um drei Relegationsplätze balgen. „Wenn ich ehrlich bin, wird mir Angst und Bange. So reißen wir nicht mehr viel“, ist er am überlegen, wie er an seine Mannschaft herantreten soll. „Am besten dieses Spiel vergessen und wieder bei Null anfangen.“

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Einen guten Eindruck haben beim Bezirksligisten SC Altenmünster beim 2:2 gegen den VfL Ecknach auch die beiden Angreifer Dominik Osterhoff und Fahad Barakzaie hinterlassen. Sie schossen ihr Team mit 2:0 in Führung, am Ende mussten sich die Zusamtaler jedoch mit einem 2:2 begnügen, obwohl die Gäste die letzte halbe Stunde nur mit zehn Mann agierten. Stark mitgelitten hat auf der Bank Ersatztorhüter Kevin Abold. Er, der seinen Stammplatz in den vergangenen beiden Spielen an Michael Feistle verloren hat, macht sich derzeit weniger Gedanken, wie er bald wieder die Nummer eins werden kann, allein der Klassenerhalt habe Priorität. „Dafür stelle ich mich ganz in den Dienst der Mannschaft“, versichert Abold. Am Sonntag geht’s für ihn und den SCA zum Derby nach Meitingen, wo die Rollen klar verteilt sind. Die Hausherren sind nach der Winterpause mit vier Siegen in Folge das Team der Stunde.

Wechsel auf dem Posten zwischen den Pfosten

Auch beim TSV Neusäß hat es einen Wechsel auf dem Posten zwischen den Pfosten gegeben. Bis zur Winterpause erledigte Tobias Kastenhuber den Job zur vollsten Zufriedenheit, doch seit der Vorbereitung ist David Schmid die Nummer eins. „Er hat sich als Reservist stets vorbildlich verhalten, enorm gesteigert und den neuen Status hart erarbeitet“, lobt Rainer Charly Pecher, der auch dem neuen Bankhalter verbale Streicheleinheiten verabreicht: „Tobi geht damit genauso professionell um wie zuvor David.“ Schmid war übrigens schuldlos am 0:2 gegen den FC Horgau, der ersten Niederlage seit dem 7. Oktober vergangenen Jahres.

Nicht nur der TSV Leitershofen hat im Abstiegskampf ein Lebenszeichen gesendet (siehe „Nachgefragt“), auch der SV Erlingen zeigte, dass er sich nicht so schnell mit der Rolle des „Absteigers Nummer eins“ abfinden will. Dass der 3:2-Sieg beim SV Ehingen/Ortlfingen durch ein unglückliches Eigentor glücklich zustande kam, interessiert Spielertrainer Danijel Krstic nicht: „Ist mir völlig wurscht. Das war so wichtig“, atmete er tief durch. Torschütze zum 1:0 für die Erlinger war übrigens Andreas Küchelbacher bei seinem ersten Einsatz nach langer Verletzungspause. „Er wollte eigentlich nur die letzten 20 Minuten spielen, musste nach einer Verletzung aber schon nach 20 Minuten ran“, war Krstic mit seinem neuen Stürmer zufrieden. „Wir wollen jetzt nicht nach unten, sondern nach oben schauen“, freut sich der SVE-Trainer schon auf das Heimspiel gegen den TSV Diedorf: „Da haben wir im Hinspiel 1:8 verloren. Da gibt es etwas gut zu machen.“

Welden dreht noch das Spiel

In der zweiten Halbzeit haben sich die Spieler des TSV Welden am Samstag gegen den SV Thierhaupten besonders ins Zeug gelegt. Nicht, um anschließend auf der Skihaserl-Party kräftig feiern zu können. Nein, in Hälfte eins – es war eine gute halbe Stunde gespielt – verlor die Mannschaft ihren Spieler Moritz Vermeulen. Der Innenverteidiger mit der Nummer 2 auf dem Trikot verletzte sich bei einer Abwehraktion ohne Fremdeinwirkung schwer am Fuß. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden. „Bis zum Abtransport hat sich Schiedsrichter Jannis-David Fischer vorbildlich um ihn gekümmert“, berichtet Abteilungsleiter Till Hofmann. Für ihren Sportkameraden konnten die Mitspieler aktuell nicht viel tun – außer zu gewinnen. Und so wurde das 0:1 noch auf 2:1 gedreht.

Eine weitere interessante Personalie gibt es vom Weldener Theklaberg zu vermelden. Nach zwei Jahren trennen sich die Wege des TSV und Trainer Gerhard Wiedemann. Dessen Nachfolger wird Clemens Schneider, der ab dem Sommer als Spielertrainer beim Kreisklassisten fungieren wird. Schneider war vor seiner Zeit beim TSV Welden beim TSV Meitingen, TSV Neusäß und TSV Wertingen in der Bezirksliga aktiv.

Spielabbruch aufgrund schwerer Verletzungen

Schwere Verletzungen gab es am Wochenende auch bei den Spielen des TSV Fischach in Kaufering, das sogar abgebrochen werden musste, und in Ottmarshausen, wo SVO-Spieler Stefan Fixle schon nach drei Minuten ausscheiden und mit einer Schulterverletzung vom Notarzt versorgt werden musste. Wir wünschen gute Besserung!

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