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Landkreis Augsburg

16.04.2019

Fußball-Nachlese: Neuzugänge und Youngster überzeugen

Erstes Tor im zweiten Spiel. Gerade hat David Englisch zum 2:0 für den TSV Meitingen getroffen. Aldin Kahrimanovic (links) und Sebastian Kaifer sind frustriert. 
Bild: Karin Tautz

Plus Die Tops & Flops: Der TSV Meitingen betreibt im Saisonendspurt Personalpoker. Ein Ex-Zusmarshauser leitet den Sieg des SSV Margertshausen im Kellerderby ein.

Nach der 0:1-Niederlage beim SC Altenmünster hatte sich Paolo Mavros, der Trainer des TSV Meitingen, persönlich an die Zuschauer gewandt: „Das war einfach grottenschlecht, was wir da abgeliefert haben. Ich habe mich bei unseren treuen Anhängern entschuldigt und versprochen, im Rückspiel einen Sieg einzufahren.“

Doch schon vor Spielbeginn musste er Lösungen aus dem Hut zaubern, als nach Matthias Schuster, Nemanja Ranitovic, Daniel Deppner und Marcel Boguth mit Christian Lang und René Heugel kurzfristig zwei weitere Stammkräfte ausfielen. So beorderte er den A-Jugendspieler Yannick Ruinat von der Zuschauertribüne in die Umkleidekabine und von dort in die Startelf. „Wir müssen ja auch immer auf die zweite Mannschaft schauen“, so Mavros. Die kämpft in der Kreisklasse Nordwest gegen den Abstieg.

Mit dem ersten Ballkontakt den Führungstreffer erzielt

Zur Pause kam für Ruinat mit Tobias Gassner ein weiterer Kicker, der noch der A-Jugend angehört. Und der erzielte mit seinem ersten Ballkontakt prompt den Meitinger Führungstreffer. David Englisch sorgte nur 80 Sekunden später mit seinem ersten Treffer im zweiten Spiel für das 2:0. Der Neuzugang war zuletzt ein Jahr in den USA und hat keinen Fußball gespielt. „Geplant war es, dass ich erst zur neuen Saison dazustoße. Es freut mich aber, dass es mit der Freigabe so schnell geklappt hat“, so der Meitinger, der bis zur D-Jugend beim TSV gespielt hat und nun über den FC Augsburg, Dynamo Dresden, TSV Rain und TSV Aindling wieder in der Heimat gelandet ist. Später kam mit Jacob Wünsch sogar noch der dritte A-Jugendliche zum Einsatz.

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Als Tobias Kaifer mit einem Eigentor für das 3:0 sorgte, schien das Spiel nach 56 Minuten entschieden, der SC Altenmünster am Boden zerstört. Doch der Aufsteiger raffte sich nochmals auf und Dominik Osterhoff machte die Sache mit zwei Treffern zum 3:2 nochmals spannend. „Wir sind zwar wieder nahezu komplett, aber die Rückkehrer sind noch nicht bei hundert Prozent“, so Trainer Goran Boric, der am kommenden Samstag im so wichtigen Spiel gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, den SV Holzkirchen, wieder auf Sergej Scheifel zurückgreifen kann.

Kritikpunkte gab es wenige

Florian Fischer hatte es die Sprache verschlagen. Das lag aber nicht am 5:0-Sieg seines TSV Gersthofen gegen den SV Donaumünster-Erlingshofen, sondern an einer Erkältung. Da ist es gut, wenn man einen kongenialen Partner an der Seite hat. „Das war eine sehr konzentrierte, geschlossene Teamleistung“, kommentierte Mario Schmidt, der zweite Teil des Gersthofer Trainerduos, den Erfolg. Wie schon in Hollenbach, „nur dass wir diesmal die Tore gemacht haben.“ Kritikpunkte gab es wenige. „Nach dem 5:0 wollte jeder ein Tor machen. Da ist man dann schon mal unkonzentriert“, so Schmidt zu den drei, vier dicken Chancen, welche die Gäste allerdings nicht verwerten konnten.

Als Spieler hat Thomas Weber die Bezirksliga-Zeiten des SSV Margertshausen vor rund zehn Jahren mitgemacht. In der Winterpause hat der 39-Jährige wieder die Kommandobrücke beim TSV Zusmarshausen betreten. Im Kellerderby der Kreisliga Augsburg traf er nun auf einen Ex-Verein. Und ausgerechnet ein Ex-Zusmarshauser leitete den Sieg des Aufsteigers beim vor Saisonbeginn als Aufsteiger gehandelten Teams von der Autobahn ein. Daniel Neff zirkelte einen Freistoß auf den Kopf von Kapitän Sinan Özkan, der das 0:1 in diesem Duell „Not gegen Elend“ markierte. Am Ende gewann der SSV Margertshausen mit 2:0 – der erste Sieg in diesem Jahr nach drei Niederlagen in Folge.

Westendorfer Nachwuchstalente gehen ihren Weg

Vergangene Saison hatte der VfL Westendorf den Abstieg aus der Kreisklasse Nordwest zu verkraften. Die unbedingte Rückkehr nach einem Jahr A-Klasse war beim Klub vor der Saison kein Thema. „Wir hatten in der Mannschaft einen größeren Umbruch vollzogen“, gestattet Abteilungsleiter Michael Rackl etwas Einblick: „Dass es so gut bei uns läuft, damit hatten wir nicht gerechnet.“

Vier, fünf Nachwuchstalente gehen mittlerweile ihren Weg in der Elf der Grünweißen, was auch ein Verdienst von Coach Herwig Storzer ist. Nach dem Ansinnen des VfL soll er auch kommende Runde hier die Kommandos geben. Mit einem Zähler Vorsprung stehen die Westendorfer hinter dem SV Ottmarshausen auf Relegationsrang zwei und den wollen sie gegen den schärfsten Verfolger und Lokalrivalen SC Biberbach auch ins Ziel retten. (mit dirg)

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