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Landkreis Augsburg

12.11.2018

Fußball-Nachlese: Tops und Flops im Augsburger Land

Nur kurz trafen Reinhold Armbrust vom SV Thierhaupten und Marco Villani vom TSV Täfertingen aufeinander. Hier bei der Begrüßung vor dem Spitzenspiel.
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Nur kurz trafen Reinhold Armbrust vom SV Thierhaupten und Marco Villani vom TSV Täfertingen aufeinander. Hier bei der Begrüßung vor dem Spitzenspiel.

Plus Im Spitzenspiel der Kreisklasse Nordwest stehen sich Marco Villani (TSV Täfertingen) und Reinhold Armbrust (SV Thierhaupten) nur knapp 20 Minuten gegenüber.

„Dusel gehört auch mal dazu“, gab Trainer Marco Löring nach dem 1:1 seines SV Cosmos Aystetten gegen den FC Garmisch-Partenkirchen freimütig zu. Seit fünf Spielen sind die Aystetter mittlerweile ungeschlagen (sieht man einmal von der Spielwertung des 0:0 gegen den SC Olching aufgrund eines Formfehlers ab/wir berichteten), seit drei Spielen aber auch ohne Sieg. „Wenn man nicht gewinnt, wird die Lage immer ernster“, blickt Löring der Tatsache ins Auge, dass das Abstiegsgespenst über der Aystetter Bar Raffaele-Arena schwebt. „Nach einer Viertelstunde haben wir uns ganz gut reingekämpft und auch zwei, drei gute Möglichkeiten gehabt. Jede Chance, die wir zulassen, wird mit einem Gegentor bestraft“, analysiert er die Partie gegen Garmisch.

Hätte nicht Xhevalin Berisha aus dem Nichts den Ausgleich geköpft und Gheorghe Gosa in letzter Sekunde das fast schon sichere 1:2 verhindert – die Cosmonauten stünden jetzt auf einem Relegationsplatz. „Wir sind selber schuld, dass wir uns in diese Lage gebracht haben“, sagt Löring zweideutig. „Die Spieler müssen sich aber auch an die eigene Nase fassen und einsehen, dass das hier keine Hully-Gully-Party ist.“ Jeder müsse jetzt verstanden haben, dass man noch ein paar Prozentpunkte drauflegen muss. „Wir brauchen keine Schönheitspreise“, erwartet der Coach eine Reaktion.

TSV Meitingen zeigt Moral

Nach der 6:1-Gala gegen den TSV Aindling reichte es für den TSV Meitingen beim BC Adelzhausen nur zu einem 2:2. Die Schützlinge von Trainer Paolo Mavros zeigten nach einem 0:2-Rückstand jedoch Moral und hätten in der Nachspielzeit durch Matthias Schuster fast noch das Siegtor erzielt. Vielleicht hat er sich diesen Treffer für das Landkreisderby gegen den TSV Gersthofen am kommenden Sonntag aufgehoben?

Die Ballonstädter kamen nach dem mageren 0:0 beim TSV Rain II zu einem ebenso mageren 1:0-Sieg gegen den VfL Ecknach, den A-Jugendspieler Ibrahim Neziri mit dem Tor des Abends gesichert hatte. Die größte Ausgleichschance hatte ausgerechnet Ecknachs Torhüter Hannes Helfer. Bei einem Freistoß in der Nachspielzeit war er mit nach vorne geeilt und köpfte die Flanke nur Zentimeter links am Gehäuse vorbei. Das dürfte dann vor allem das Trainerduo Florian Fischer und Mario Schmidt gefreut haben, die vier Jahre in Ecknach tätig waren, bevor sie am Saisonbeginn nach Gersthofen gewechselt sind. Wesentlich mehr Gelb-Rote Karten als Tore gab es in der Schlussphase, als beide Mannschaften durch unnötige Undiszipliniertheiten auffielen.

Patrick Pecher zeigt sich nach dem Schlusspfiff kämpferisch

Angesichts der personellen Umstände wurde im Lager des Aufsteigers SC Altenmünster nach der 0:4-Pleite beim SC Bubesheim gar nicht groß lamentiert, sondern der Blick auf die beiden vor der Winterpause noch anstehenden Heimspiele gegen Thannhausen und Glött gerichtet. „Da müssen wir unsere Punkte holen“, gab sich Torjäger Patrick Pecher nach dem Schlusspfiff kämpferisch. Auch in der Hoffnung, dass er nach zehn Wochen Verletzungspause in diesen wohl entscheidenden Begegnungen für den SCA selbst wieder eingreifen kann. Vielleicht auch der verletzte Torhüter Kevin Abold? Bereits zum zweiten Mal hintereinander stand in Bubesheim vertretungsweise Julian Henkel zwischen den Pfosten des SCA. Der ist eigentlich Spielertrainer der zweiten Mannschaft und spielte bisher immer im Feld. Möglicherweise hat der 25-Jährige das Torhüter-Gen ja von seinem Vater Ralf geerbt, der mit 46 Jahren noch im Kasten des SV Adelsried stand.

Noch ein paar Jährchen älter ist Norbert Vogel, der am Sonntag beim TSV Leitershofen aushelfen musste, nachdem sich Stammkeeper Markus Wieland im Training am Knie verletzt hatte. Vogel, der vor über 20 Jahren zu Bezirksoberliga-Zeiten das Heiligtum der Schwarz-Gelben hütete und nur noch gelegentlich in der AH aushilft, wird nächsten Monat 51. „Ich habe ihn bisher noch nie auf der Alm gesehen“, sagt Trainer Bernd Endres, „aber man hat im Spiel gesehen, dass er ein Torwart ist. Was auf seinen Kasten gekommen ist, hat er gehalten. Ich bin brutal froh, dass er ausgeholfen hat“. Herausgekommen ist ein 1:1 gegen den TSV Göggingen.

Nur kurz standen sich im Spitzenspiel der Kreisklasse Nordwest die beiden Torjäger Marco Villani (TSV Täfertingen) und Reinhold Armbrust (SV Thierhaupten) gegenüber. Schon nach 20 Minuten musste Villani mit einer Muskelverletzung raus. Aber auch sein Thierhauptener Kollege traf nicht, sodass sich die beiden punktgleichen Tabellenführer mit einem 1:1-Unentschieden trennten.

Ein perfektes Mannschaftsgefüge mit großer Moral

Ein Kandidat für die Kreisklasse ist auch der SV Ottmarshausen. Nach dem 4:2-Sieg im Verfolgerduell gegen den Tabellendritten VfL Westendorf und der gleichzeitigen Niederlage des SC Biberbach gegen den TSV Zusmarshausen II hat die Truppe des Trainergespanns Tomas Kohoutek und Meinrad Horak die Tabellenführung der A-Klasse Nordwest übernommen. „Wir haben grundsätzlich sehr viel Potenzial einzelner Spieler, aber auch ein perfektes Mannschaftsgefüge mit großer Moral“, blickt Kohoutek auf das Spiel zurück, das man trotz zweifachem Rückstand noch gedreht hat. In der Truppe aus vielen jungen Talenten wie Torjäger Danijel Milicevic oder den Hackl-Zwillingen sowie gestandenen Kickern wie Stefan Fixle oder „Heimkehrer“ Benjamin Keller stimmt es. „Wir waren schon einmal Tabellenführer und haben anschließend unser schlechtestes Spiel gezeigt“, will Kohoutek den Tag jedoch nicht vor dem Abend loben.

Die Tops und Flops des Spieltags

Spieler des Tages: Michal Durica. Vier Tore in einem Spiel zu schießen, ist für Michal Durica vom TSV Welden nichts Ungewöhnliches. Erst in der vergangenen Saison hat er beim 5:2-Sieg in Westendorf alle fünf Buden gemacht. Am Sonntag war der 26-jährige Ausnahmestürmer beim 4:0 gegen den TSV Neusäß II für alle vier Treffer verantwortlich. In elf Spielen hat der Slowake, der in Welden arbeitet, nun elf Treffer erzielt. In der abgelaufenen Saison war er mit 29 Einschüssen die Lebensversicherung des TSV Welden.

Beste Torschützen: Vier Tore erzielte Michal Durica vom TSV Welden. Jeweils drei Treffer gelangen Maximilian Mayer (TSV Diedorf), Philip Scherer und Miroslav Jamrich (SG Wörleschwang), Julian Kraus (TSV Dinkelscherben II), Tobias Mahler (TSV Diedorf II). Doppelt trafen Lukas Drechsler (TSV Zusmarshausen), Manuel Ludwig (FC Emersacker), Kenan Ergenler (TSV Lützelburg), Matthias Link (SpVgg Deuringen), Tobias Kirschner, Thomas Martinek (FC Horgau II), Daniel Walter (TSV Dinkelscherben II), Niki Filipp (SpVgg Westheim II), Oliver Weklak, Andreas Thoma (SG Langweid/Stettenhofen), Manuel Rauner, Lucas Fries (SC Biberbach II), Julien Jaremkow (SV Achsheim), Momcilo Stanic (TSV Ellgau), Christian Pfeilmaier, Denes Turanovic und Patrick Qorolli (TSV Herbertshofen II). Pechvogel des Tages Der SSV Margertshausen lag bei der SpVgg Westheim mit 0:1 zurück, als Stefan Holl in der letzten Minute mit dem Mut der Verzweiflung aufs Tor schoss. Der Ball prallte von der Latte auf den Boden und von dort wieder ins Spielfeld zurück. Vor oder hinter der Linie? Der Schiedsrichter gab nach Rücksprache mit seinem Assistenten den Treffer nicht – aus Margertshauser Sicht eine klare Fehlentscheidung, die dem SSV einen Punkt kostete.

Torreichste Begegnungen: Gerade in den B-Klassen scheinen die Leistungsunterschiede gravierend. Da fallen die Tore wie Blätter im Herbst von den Bäumen. Zehn Treffer waren es beim 9:1 des TSV Herbertshofen II gegen den FC Emersacker II (9:1), jeweils neun in den Spielen SG Wörleschwang – Hainhofener SV (7:2) und TSV Täfertingen II – TSV Dinkelscherben II (0:9).

Größte Zuschauerzahlen: Jeweils 200 Besucher sahen die Bezirksliga-Derbys TSV Gersthofen – VfL Ecknach (1:0) und BC Adelzhausen – TSV Meitingen (2:2). 180 sahen das 1:1 zwischen dem TSV Dinkelscherben und Suryoye Augsburg. 150 Zuschauer waren beim Gipfeltreffen in der A-Klasse Mitte zwischen der SpVgg Deuringen und dem TSV Steppach (4:0), 140 beim Kreisklassenspiel TSV Welden – TSV Neusäß II (4:0), 130 beim Spitzenspiel TSV Täfertingen – SV Thierhaupten (1:1).

Top des Tages: Seit zwölf Spielen ist die SpVgg Deuringen in der A-Klasse Mitte ungeschlagen. Und dies, obwohl man immer wieder wichtiges Personal ersetzen muss. Am Sonntag feierten die Schlicker-Schützlinge gegen den TSV Steppach einen 4:0-Sieg und fügten dem Spitzenreiter im 15. Spiel die erste Saisonniederlage zu.

Flop des Tages: Im zweiten Spiel nach der Trennung von Robert Walch hat es für das neue Trainerduo der TSG Stadtbergen, Matthias Gruber und Sebastian Limmer, mit dem ersten Sieg geklappt. Der 3:1-Erfolg beim SV Mesopotamien musste jedoch mit einer weiteren Roten Karte gegen Johannes Rehm bezahlt werden. In der hektischen Schlussphase sahen auch Ndifereke Umoh und Dennis Gelfand von Mesopotamien Rot. (oli)

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