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Förderung

05.07.2018

Gablingen gibt 5000 Euro für die Schloss-Sanierung

Ein privater Bauherr lässt das Schloss Gablingen sanieren. Damit er öffentliche Zuschüsse zum Beispiel vom Bezirk Schwaben erhalten kann, muss auch die Gemeinde eine finanzielle Unterstützung gewähren.
Bild: Marcus Merk

Die Gemeinderäte fühlen sich vom Eigentümer aber schlecht informiert

Die Gablinger freuen sich zwar, dass ihr Wahrzeichen, das Schloss, nun endlich von einem privaten Bauherrn saniert wird – aber sie sind, wie auf der jüngsten Gemeinderatssitzung erneut klar wurde, auch ein wenig „sauer“ auf ihn. So will der Bauherr, der seinen Namen nicht in der Öffentlichkeit genannt haben will, nun von der Gemeinde einen Zuschuss für die Sanierung des historischen Gebäudes. Letztlich stimmte der Rat zu, den Bauherrn mit 5000 Euro zu unterstützen.

Dieser Tagesordnungspunkt führte allerdings in der jüngsten Gemeinderatssitzung zu teils deutlichen Worten. Um an öffentliche Bezuschussungen zur Renovierung des Denkmals zu kommen – etwa seitens des Bezirks –, benötigt der Schlossherr auch eine finanzielle Förderung der Gemeinde: Auch die Gemeinde solle ihr Interesse an einer Sanierung des Schlosses deutlich machen, so Bürgermeister Karl Hörmann. Dies habe ihm die Untere Denkmalschutzbehörde gesagt. Freilich ist die Höhe des Zuschusses beliebig. Karl Hörmann schlug eine gemeindliche Förderung von 5000 Euro vor, da das Schloss ja „Aushängeschild“ sei.

Das war jedoch Walter Wörle (SPD/BU-Fraktion), der die Sanierung des Schlosses grundsätzlich begrüßte, zu viel. Zum einen erinnerte er an die hohen Anforderungen an Vereine, wenn diese einen gemeindlichen Zuschuss wollen, zum anderen konnte Wörle im Verhalten des Schlossherrn keine Zusammenarbeit erkennen. So mache dieser ein Geheimnis um die Sanierung, kritisierte Wörle.

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Bürgeranfragen nach den im Schloss erfolgten archäologischen Ausgrabungen (wir berichteten) hätte dieser „abgeblockt“. Wie berichtet, konnte Bürgermeister Hörmann auf einer Gemeinderatssitzung im April dieses Jahres Bürgeranfragen, was denn im Schloss konkret gebaut werde und was ausgegraben wurde, nicht beantworten mit Verweis darauf, dass der Bauherr anonym bleiben möchte. Auf die Verschwiegenheitspflicht in diesem Falle hatte auf Rückfrage unserer Zeitung auch das Landesamt für Denkmalpflege verwiesen.

„Wenn Vereine einen Zuschuss wollen, müssen sie sagen, was sie machen“, betonte Walter Wörle: Sein Vorschlag: 2500 Euro reichen auch, damit der Schlossherr an weitere Zuschüsse gelange. Zweite Bürgermeisterin Karina Ruf (CSU) hielt, wie auch Christoph Luderschmid (Junge Bürger Gablingen), 5000 Euro für angemessen. „Der Bauherr erhält uns unser Wahrzeichen“, so Ruf. Luderschmid regte an, den Schlossbesitzer zu besserer Zusammenarbeit zu animieren. Zehn von 14 anwesenden stimmberechtigten Räten votierten schließlich für einen gemeindlichen Zuschuss von 5000 Euro. „Das wird nun in die Wege geleitet“, so Bürgermeister Hörmann.

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