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Gablingen

16.03.2020

Gablinger müssen in zwei Wochen noch einmal ran

Wer Gablingen künftig regiert, entscheidet sich erst in zwei Wochen.
Bild: Andreas Lode

Plus Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen in Gablingen. Nun müssen sich die Bürger am 29. März entscheiden: Karina Ruf oder Jürgen Schantin?

In Gablingen fällt erst in zwei Wochen eine endgültige Entscheidung darüber, wer den Posten von Karl Hörmann im Rathaus übernimmt. Nur 2,6 Prozent trennen bisher Karina Ruf ( CSU) und Jürgen Schantin (Parteilos).

Ruf trifft am Sonntagabend gegen 18.30 Uhr mit ihrer Familie im Rathaus in Gablingen ein. Zu diesem Zeitpunkt, nach vier ausgezählten Wahllokalen, führt sie noch etwas deutlicher vor Jürgen Schantin. Im Laufe des Abends kommen immer mehr Unterstützer ins Rathausfoyer. Das Smartphone mit den vorläufigen Ergebnissen hat die Gruppe immer im Blick. Als die Wahlleiterin das endgültige Ergebnis verkündet, gratulieren einige Parteifreunde trotz Corona mit einer kurzen Umarmung.

Für Ruf ist der knappe Vorsprung vor ihrem Gegenkandidaten allerdings nur ein „kleiner Sieg“. Die Stichwahl hatte sie erwartet, so Ruf. Sie wolle in den kommenden zwei Wochen jetzt auf jeden Fall weiterkämpfen. „Schade ist nur, dass wir durch Corona jetzt so gehemmt sind“, erklärt sie. Der direkte und persönliche Kontakt gehe aufgrund des Virus verloren. Sie werde zwar weiterhin Flyer verteilen, es wäre ihr aber auch wichtig gewesen, direkt mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.

Gablinger müssen in zwei Wochen noch einmal ran

Gefeiert wurde in der Garage

Auf dem Weg zur kleinen Feier in der privaten Garage läuft Ruf an Jürgen Schantin vorbei. Mit einem freundlichen „bis in zwei Wochen“ verabschiedet sie sich von ihrem Kontrahenten.

Der erklärt, dass das Ergebnis seinen Vorstellungen entspreche. „Es wäre eine Sensation gewesen, wenn ich oder Karina Ruf direkt zum Bürgermeister gewählt worden wären“, betont Schantin. Mit der Stichwahl habe er klar gerechnet und blicke gelassen auf die Briefwahl in zwei Wochen. Eigentlich wollte er noch ein Kässpatzenessen veranstalten, aber man habe ihm abgeraten. „Wir haben im Wahlkampf bereits viel gemacht. Ich habe etwa 2000 Haushalte besucht, es gab eine Bürgersprechstunde.“

Bürgerbegehren hat viel Staub aufgewirbelt

Die Tatsache, dass es doch sehr eng wurde und er und Ruf jetzt in die Stichwahl müssen, führt Schantin auch auf den Wahlkampf der Freien Wähler zurück: „Die haben mit dem Bürgerbegehren zum Ortszentrum viel Staub aufgewirbelt.“

Günther Reichherzer, der Kandidat der Freien Wähler für Gablingen, hat erst spät von dem Ergebnis erfahren. Als Wahlsachbearbeiter in der Gemeinde Adelsried hat er selbst den ganzen Abend viel zu tun. Das Ergebnis sei eindeutig, erklärt er. „Ich gratuliere den anderen zwei Kandidaten und wünsche ihnen viel Erfolg, Gesundheit und Kraft für die Gemeindearbeit.“ Natürlich sei er etwas enttäuscht von dem Ergebnis. „Man will immer mehr, das ist menschlich“, so der Kandidat. Er betont aber auch: „Ich war im Wahlkampf derjenige, der völlig unbekannt war.“ Der Wahlkampf habe sich für ihn und sein Team trotzdem gelohnt. „Es hat Spaß gemacht“, sagt Günther Reichherzer.

Alle Kommunalwahl-Ergebnisse 2020 für Gablingen: Bürgermeister- und Gemeinderat-Wahl

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