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Gablingen

21.11.2019

Gablinger sind auf „ihre“ Banken ziemlich sauer

Die Bankfiliale im Gablinger Ortszentrum ist geschlossen.
Foto: Marcus Merk (Archiv)

Das Aus der Filialen und der Geldautomat im Supermarkt erhitzen nach wie vor die Gemüter. Das wird bei der Bürgerversammlung deutlich. 

Während des offiziellen Vortrags von Kämmerer Roland Wegner und Bürgermeister Karl Hörmann blieb es in der Bürgerversammlung für Gablingen und die Ortsteile Lützelburg und Holzhausen noch ziemlich ruhig. Es ging um Zahlen, Statistik und Bauprojekte, um das täglich Brot der Verwaltung also. Erst während der Runde für Fragen und Anregungen diskutierten die Bürger auch untereinander intensiv. Zwei Themen stachen heraus: Bürger fragten kritisch nach, wie es um die Wasserversorgung in Gablingen stehe. Außerdem ging es um die Auflösung der Bankfiliale im Ortszentrum.

Natürlich haben auch viele Gablinger mitbekommen, dass in immer mehr Gemeinden das Wasser abgekocht oder gechlort werden muss. Vor allem, seit Gersthofen betroffen ist, beschäftigt das Thema auch Gablingen. Die Verwaltung musste in diesem Zusammenhang schon aktiv werden, denn der Ortsteil Holzhausen ist an die Wasserversorgung der Nachbarkommune angeschlossen.

Wie steht es um das Wassernetz in Gablingen?

Das erste Mal, als das Thema Wasser in der Bürgerversammlung aufkam, ging es noch um einen Wasserrohrbruch Anfang des Jahres. Eine von zwei Hauptleitungen in Gablingen hatte Leck geschlagen. Durch die redundante Versorgung der Gemeinde war der Vorfall allerdings nicht tragisch. Entwarnung sei schon nach wenigen Stunden gekommen, erklärte Bürgermeister Hörmann.

Eine weitere Nachfrage bezog sich auf den Zustand des Leitungsnetzes in Gablingen. Die Antwort des Bürgermeisters: „Auch unsere Leitungen werden nicht jünger.“ Kaum eine Kommune sei davor gefeit, sich genauestens mit ihrer Wasserversorgung zu beschäftigen. Es gebe kein Idealvorgehen, erklärte Hörmann, allerdings werde die Verwaltung aktiv, sobald eine tote oder beschädigte Leitung auffalle. Außerdem laufe aktuell eine Rohrnetzberechnung, die Aufschluss über den Zustand des Leitungsnetzes geben soll. Die Ergebnisse erwartet die Verwaltung im neuen Jahr. Alles in allem betonte der Bürgermeister: „Wir wissen nicht alles, aber wir wissen vieles und da wo wir können, sorgen wir vor.“

Ende der Bankfilialen im Ortszentrum 

Ebenso intensiv diskutierten die Bürger über das Ende der Bankfiliale im Ortszentrum. Die Alternative, ein Geldautomat mit einem Briefkasten für Überweisungen im Supermarkt am Ortseingang, reicht den Gablingern nicht. Gemeinderätin Annemarie Sauler meldete sich in der Sitzung zu Wort und wandte sich an ihre Mitbürger. „Die Verwaltung hat alles versucht, aber wer von euch hat denn schon einmal selbst bei seiner Bank angerufen“, fragte sie in die Runde. Einige meldeten sich, einer betonte, er habe sogar schon zu einer anderen Bank gewechselt. Sie selbst rufe alle zwei Wochen bei den Banken an und beschwere sich, betonte Sauler.

Auch die zweite Bürgermeisterin Karina Ruf äußerte sich zu dem Thema: „Wir haben jetzt alles versucht. Vielleicht müssen wir andere Lösungen finden.“ Sie könnte sich zum Beispiel einen Ansprechpartner für Senioren, die Bankgeschäfte erledigen müssen, im Freiwilligenzentrum vorstellen. Ein Bürger meldete sich in diesem Zusammenhang zu Wort: „Ich verstehe nicht, dass es immer nur um ältere Menschen geht, auch ich will hier vor Ort Geld abheben.“

Die Diskussion ist geschlossen.

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