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Welden

27.07.2010

Gänsehautfeeling auf dem Theklaberg

Nach dem erfolgreichen Auftritt, der wetterbedingt im Saal stattfinden musste: Dirigent Robert Sibich und das Blasorchester der Harmoniemusik Welden. Foto: Markus Schönheits
Bild: Markus Schönheits

Der Wettergott hat dieses Jahr nicht mitgespielt. Statt vor der malerischen Kulisse von Theklakirche und Kloster musste die gemeinsame Serenade des Musikvereins Zusamaltheim und der Harmoniemusik Welden kurzerhand in den Holzwinkelsaal verlegt werden.

Das Jugendorchester der Harmoniemusik unter der Leitung von Robert Sibich eröffnete mit Film- und Popmelodien die Serenade und überzeugte durch erstaunliche Musikalität und Klangkultur. Dem in nichts nach stand die anschließend musizierende Jugendkapelle aus Zusamaltheim. Mit den beiden Stücken "Dona nobis pacem" und "Celtic Rituals" hatte das junge Ensemble bereits zuvor beim Jugendorchesterwettbewerb in Lindau einen bravourösen 1. Platz mit 96 Punkten erzielt.

Das Blasorchester aus Zusamaltheim, seit März unter der Leitung von Robert Sibich, spannte einen breiten musikalischen Bogen, angefangen von der amerikanischen Konzertouvertüre "Herndon Exaltations", über das pathetische "All Glory told", bis hin zum dramatischen "Battle of Varlar". Das Oberstufenorchester gefiel dabei durch differenzierte Dynamik und Präzision in der Interpretation. Der "Four Tops"-Titel "Reach out" aus den 60er Jahren und der österreichische "Ruetz-Marsch" zeigten die Vielseitigkeit des jungen Orchesters. Das gastgebende Blasorchester der Harmoniemusik eröffnete die zweite Konzerthälfte messerscharf-militärisch mit dem Traditionsmarsch "Alte Kameraden" und überzeugte durch eine immense dynamische Bandbreite.

Mit tiefem Blech

Bei der rhythmisch mitreißenden "African Symphony" wurden die Zuhörer klanglich in die Savannen Afrikas entführt. Das tiefe Blech konnte in dem schmissigen amerikanischen Zirkusmarsch "Them Basses" sein Können zum Besten geben. Eine Gänsehaut lief den Zuhörern beim abschließenden "Bolero Militaire" über den Rücken, bei dem über einem rhythmischen Ostinato vier Solotrompeten aus allen Raumecken erklangen und sich zusammen mit dem Orchester zu einem klangvollen Finale vereinigten. Erst nach zwei erklatschten Zugaben wurde das Blasorchester der Harmoniemusik von der Bühne entlassen. (AL)

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