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Freizeit

26.05.2015

Ganz schön unverfroren!

Sie drehen am liebsten in den Morgenstunden ihre Bahnen in der Gerfriedswelle in Gersthofen. Karl Grönlinger (links) wohnt direkt in der Nähe des Freibades, während Gerhard Holzmann aus Welden, der mit Paddels an den Händen schwimmt, einen weiteren Anfahrtsweg in Kauf nehmen muss.
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Sie drehen am liebsten in den Morgenstunden ihre Bahnen in der Gerfriedswelle in Gersthofen. Karl Grönlinger (links) wohnt direkt in der Nähe des Freibades, während Gerhard Holzmann aus Welden, der mit Paddels an den Händen schwimmt, einen weiteren Anfahrtsweg in Kauf nehmen muss.

Warum so mancher Schwimmer fast täglich ins Freibad geht – egal wie das Wetter ist

Die Morgenluft am Pfingstmontag ist noch recht frisch. 14 Grad zeigt der Blick auf das Thermometer. Um 9 Uhr herrscht kaum Verkehr auf den Straßen, aber vor der Gerfriedswelle stehen schon ein paar Autos. Drinnen tummeln sich bereits zehn Frauen und Männer im Schwimmerbecken. Sie alle haben sichtlich gute Laune und ziehen unbeirrt ihre Bahnen.

Karl Grönlinger kommt aus der Umkleide und steuert auf das Becken mit dem 25 Grad warmen Wasser zu. Der 66-Jährige wird fröhlich begrüßt und hebt die Hand zum Gruß. „Ich komme fünf bis sechsmal die Woche hierher und schwimme jedes Mal rund eineinhalb Stunden“, sagt der Rentner. „Das ist gut für die Gelenke, und man ist einfach ausgelastet“, so Grönlinger, der in der Nähe des Bades wohnt und zu Fuß hierherlaufen kann.

Einen längeren Anfahrtsweg muss dagegen Gerhard Holzmann zurücklegen. Er wohnt in Welden und kommt so gut wie jeden Tag ins Gersthofer Freibad. Der 45-Jährige joggt auch gerne und fährt gerne Rad. „Da passt Schwimmen gut mit rein“, sagt Holzmann. Für den Sachverständigen stellt das Bahnenziehen einen schönen Ausgleich zum Beruf dar. „Nachdem ich zweieinhalb bis drei Kilometer geschwommen bin, fühle ich mich innerlich ganz ruhig und körperlich fertig“, erklärt er. Holzmann schwimmt übrigens mit sogenannten Paddels an den Händen, mit denen er zügiger durchs Wasser gleiten kann.

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Mit entschlossenen Schritten steigt Hilde Lössl ins Wasser. Die 75-Jährige gehört seit zehn Jahren zu den eifrigen Morgenschwimmern, und sie ist auch da, wenn es regnet oder das Wetter schlecht ist. „Das hält einen beweglich, und außerdem ist man weniger krank“, ist sie überzeugt. Im Becken warten bereits einige Frauen auf die agile Seniorin. „In der Früh sind immer die Gleichen im Becken, da kennt man sich, und es gibt immer was zu lachen“, erklärt sie.

Doch nicht nur in Gersthofen, sondern auch in Meitingen gibt es einen harten Kern an Morgenschwimmern, die sich im Freibad SunSplash auf diese Weise fit halten. Am Pfingstmontag drehen dort die meisten recht früh ihre Runden, denn an Sonn- und Feiertagen öffnet das Bad bereits um 8 Uhr.

Mit ihren 86 Jahren gehört Ernestine Hill zu den ältesten und gleichzeitig zu den langjährigsten Morgenschwimmern. „Im vergangenen Jahr war ich 114-mal hier“, erzählt sie stolz und fügt an, dass sie schon seit jeher gerne schwimmen gehe.

Auch Martha Knauer „liebt“ das Wasser seit ihren Grundschulzeiten. Die 50-Jährige hat ihre Badetasche immer im Fahrradkorb mit dabei. „Wenn es die Zeit erlaubt, gehe ich dann eine Stunde zum Schwimmen“, so Knauer. Allerdings ist sie keine typische Morgenschwimmerin, denn wenn es nicht anders geht, springt sie auch mal mittags oder abends ins Wasser des Freibades.

Übrigens: Während heuer nur der „harte Kern“ der Schwimmer unterwegs war, verzeichnete das Meitinger Freibad an Pfingsten vergangenen Jahres einen Gästerekord. „Wir hatten 2014 an Pfingstmontag 3756 Besucher“, erinnern sich die Angestellten des Freibades an diesen schönen Tag. "Aufgefallen

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