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Landkreis Augsburg

02.08.2018

Gartenexperten erwarten eine Rekord-Ernte

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Arthur Ferber, der Vorsitzende des Gartenbauvereins Dinkelscherben, freut sich über eine reiche Obst- und Gemüse-Ernte.
Bild: Julia Heindel

Die Obstbäume hängen voll, auch das Gemüse sprießt: Die Früchte wachsen heuer besonders gut.

Die Äste biegen sich unter der großen Last, viele Obstbäume lassen bereits Äpfel fallen. „Teilweise brechen ganze Bäume zusammen. Sie zu stützen ist nahezu unmöglich“, sagt Max Gattinger von der Interessensgemeinschaft Streuobstwiese Stauden. Heuer winkt eine Rekord-Ernte. Wer in den Mostereien einen Termin will, muss sich beeilen. Günter Wünsch vom Gartenbauverein in Herbertshofen erzählt: „Wir können uns vor Anrufen gar nicht mehr retten.“ In Dinkelscherben wird jetzt früher als sonst gemostet, um die erwartete Ernte zu verarbeiten. Schon an diesem Samstag geht es los.

Im vergangenen Jahr gab es noch ein Kontrastprogramm. Die Obstbäume schienen zu streiken. Der späte Frost und das regenerische Wetter waren für eine Missernte verantwortlich. Günter Wünsch hat beobachtet, dass zwei Jahre immer gut laufen und dann wieder zwei etwas schlechter. Arthur Ferber, der Vorsitzende des Gartenbauvereins Dinkelscherben, sagt: „Voriges Jahr haben wir in der ganzen Saison so viel gemostet wie die vergangenen Jahre an einem Wochenende.“

Auch Früchte können Sonnenbrand bekommen

Die Hitze und Trockenheit in diesem Sommer kann dem Obst nichts anhaben. Im Gegenteil: Sogar auf den Geschmack hat das Wetter Einfluss. „Wenn die Sonne so bleibt, schmecken die Äpfel süßer“, erklärt Günter Wünsch. Die Trockenheit schütze die Äpfel auch – das Obst sei weniger anfällig für Pilzkrankheiten. Dafür können die Früchte einen Sonnenbrand bekommen. Bei Äpfeln, die zu Saft werden, sei das allerdings kein Problem, erklärt Max Gattinger.

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Anders ist es bei Himbeeren und Erdbeeren. „Sie sind dann alle nicht mehr verkäuflich“, sagt Barbara Seibold vom gleichnamigen Obsthof. Die Felder des Betriebs müssen derzeit fünf- bis sechsmal am Tag gegossen werden. Das erledigt eine leichte Tröpfchenberegnung. Die richtige Dosis ist wichtig. Denn: „Die Pflanzen können nicht viel Wasser aufnehmen, wenn der Boden zu heiß ist.“

Auch das Gemüse im Garten braucht Wasser. Arthur Ferber freut sich über die Ernte und zeigt seinen ganzen Gärtnerstolz: „Die Tomaten sind fleischig und schmecken besonders intensiv.“ Und sein Gewächshaus ist voll mit knallroten Tomaten und Peperoni.

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