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Konzert

23.01.2019

Gaukler, Nachtschwärmer und Elefanten

Mit Tellern jonglierten Maria Lörcher (links) und Mona Reitenauer beim „Einzug der Gladiatoren“.
Bild: Helene Weinold

Der Musikverein Violau präsentiert ein kurzweiliges Programm mit vielen unterhaltsamen Überraschungen

Eine exotische Prinzessin, einen Bummelstudenten, majestätische Elefanten, einen jonglierenden Trompeter und Musiker, die vor den Augen der Dirigentin auf der Bühne Wein trinken, und ein ebenso abwechslungsreiches wie anspruchsvolles Musikprogramm: Beim Jahreskonzert des Musikvereins Violau im voll besetzten Lagerhaus Unterschöneberg gab es fürs Publikum allerlei zu sehen und zu hören. Von der festlichen Fanfare zu Beginn bis zu turbulenten Zirkusszenen brannte das Blasorchester unter der Leitung von Marieluise Wetzstein ein wahres Feuerwerk an musikalischen und schauspielerischen Überraschungen ab.

Die Stückauswahl verlangte den Musikern einiges ab. Bei zwei Polkas durften die Tiefblechbläser zeigen, was sie können. So waren die beiden Bassisten Stefan Baur und Franz Leipold, die sonst in der letzten Reihe der Kapelle sitzen, in der Polka „Der Herr Tubist“ von Harald Cosmar solistisch zu hören. Jakob Dossner, Helene Weinold und Erich Wetzstein (Tenorhorn) sowie Johann Seitel und Thomas Koch (Bariton) als Solisten machten aus den „Zwei lustigen Vagabunden“ der gleichnamigen Polka von Franz Watz kurzerhand fünf. Mährisch-flott spielte das Orchester die Katharinen-Polka von Kurt Gäble. Zu Julio Cesar Ibanez’ Klassiker „Der Student geht vorbei“ mimte Franz Horn einen leicht verpeilten Bummelstudenten, und im Walzer „Nachtschwärmer“ von Carl Michael Ziehrer sangen die Männer der Kapelle mehrstimmig „Freunderl, was denkst du denn? Wolln wir nach Hause gehn?“ und prosteten einander fröhlich mit Weingläsern zu.

Flowerpower war nach der Pause angesagt. Zu einem Medley bekannter Melodien aus dem Musical „Hair“ von Galt MacDermot erschienen die Musiker in bunten Hemden und mit Blumenkränzen. In einer Doppelrolle als Bettlerin und exotische Prinzessin war Jungmusikerin Sandra Eisele bei „Auf einem persischen Markt“ von Albert W. Ketelbey zu sehen. Die drei letzten Stücke des Programms forderten noch einmal musikalisches Können: ein Medley mit Hits aus dem Zeichentrickfilm „König der Löwen“, „Rumba in Concert“ von Joe Grain und die Titelmelodie zu „Tribute von Panem“ von James N. Howard in einem Arrangement von Orchestermitglied Erich Wetzstein.

Einen Höhepunkt hatte sich die Kapelle bis zur Zugabe aufgespart: Zum Marsch „Einzug der Gladiatoren“ von Julius Fucik jonglierten Josef Seitel, Maria Lörcher und Mona Reitenauer. Franz Leipold, Alexander und Sandra Eisele traten als Elefanten auf, und Dirigentin Marieluise Wetzstein schwang als Zirkusdirektorin die Peitsche. Die Zuhörer waren begeistert. (hwe)

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