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Finanzausschuss

29.09.2016

Gebühren sollen um 30 Prozent steigen

Markt Meitingen kommt wegen hoher Investitionen und steigender Kosten um eine Anhebung der Wasser- und Abwassergebühren nicht herum. Zuschüsse an die Vereine genehmigt

Dass die Wasser- und Abwassergebühren steigen werden, hatte Bürgermeister Michael Higl bereits in der Bürgerversammlung 2015 angekündigt. Wegen der nötigen Investitionen in beiden Bereichen, aber auch wegen steigender Unterhalts- und Fixkosten seien die derzeitigen Gebühren nicht zu halten, betonte der Bürgermeister auch in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses, wo das Thema „Gebührenerhöhung“ auf der Tagesordnung stand. Mit einer Steigerung von etwa 30 Prozent müssen die Bürger demnach rechnen, so Higl auf Anfrage unserer Zeitung.

Im Bereich der Wasserversorgung sind zwischen 2016 und 2019 rund 2,76 Millionen Euro an Investitionen geplant, insbesondere die Sanierung der Hochbehälter in Langenreichen für 590000 Euro, die Sanierung der Saugbehälter im Wasserwerk für 390000 Euro, die Verbesserung und Erneuerung der Elektrotechnik für 450000 Euro, die Sanierung und Neuausrüstung der Brunnen für 460000 Euro, die Stärkung des Notverbundnetzes für 100000 Euro und die Verbesserung der Druckerhöhung Langenreichen für 60000 Euro.

Der Kubikmeter Wasser kostet derzeit 85 Cent. Wenn es bei der Grundgebühr von 20 Euro bliebe, müsste die Gebühr pro Kubikmeter Wasser auf 1,09 Euro erhöht werden. Erhöht man die Grundgebühr auf 26 Euro – was ein Plus von 30 Prozent bedeutet – würde die Gebühr pro Kubikmeter 1,07 Euro betragen. Beide Möglichkeiten sollen nun in den Fraktionen diskutiert werden, bevor der Marktgemeinderat dann darüber entscheiden wird.

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Die Wassergebühren lägen im Landkreis Augsburg bei durchschnittlich 1,16 Euro, informierte Higl die Ausschussmitglieder. In Langweid zahlt man zum Beispiel einen Euro pro Kubikmeter bei einer Grundgebühr von 25,80 Euro, in Zusmarshausen 1,35 Euro, wobei hier die Grundgebühr nur zwölf Euro beträgt, und in Königsbrunn 0,73 Euro bei einer Grundgebühr von 24 Euro.

Im Bereich Abwasser hat die Gemeinde laut Bürgermeister Higl in den letzten Jahren bereits gut zwei Millionen Euro investiert, vor allem für den neuen Faulturm und die Ertüchtigung der Technik an der Kläranlage. Absehbar sei, dass auch die Unterhaltskosten für die Kanäle steigen werden, weil Sanierungen anstünden und mehr Kontrollen gefordert seien. Derzeit betragen in Meitingen die Kosten pro Kubikmeter Abwasser 1,13 Euro. Künftig werden sie wohl auf 1,46 Euro steigen, also um 29,5 Prozent. Würde man diese Gebührenerhöhung nicht vornehmen, käme die Gemeinde auf einen jährlichen Verlust von rund 200000 Euro. Doch die Kommunen müssen in diesen Bereichen kostendeckend wirtschaften. Im Gebührenvergleich läge Meitingen mit 1,13 Euro weit unter dem Landkreis-Durchschnitt von 1,56 Euro.

Higl legte auch dar, was die Gebührenanhebung für einen durchschnittlichen vierköpfigen Haushalt mit einem Verbrauch von 150 Kubikmetern Wasser und Abwasser bedeutet: Demnach sind das beim Wasser 36 Euro mehr im Jahr und beim Abwasser 50 Euro; pro Person seien es zehn Euro beim Wasser und 13 Euro beim Abwasser.

Im Ausschuss notiert:

Eine ganze Reihe von Zuschüssen an Vereine hat der Ausschuss genehmigt, im Einzelnen:

2600 Euro für die Gymnastik- und Freizeitgruppe Langenreichen zur Erneuerung der Heizung;

790 Euro für den SV Erlingen zur Erneuerung der Beleuchtungsanlage in der Gymnastik-halle;

1950 Euro für den Schützenverein Lechtal Herbertshofen für Mängelbeseitigung und Teilrenovierung der Schießanlage;

650 Euro für die Siedlergemeinschaft Meitingen für eine Kehrmaschine zum Unterhalt des Mehrzweckplatzes;

Auszahlung der jährlichen allgemeinen Vereinsförderung an den Faschingsverein LA Companeros Langenreichen nach dessen Aufnahme ins Vereinsregister.

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