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Ulm/Dornstadt

19.06.2017

Gefährliche Mängel: Polizei löst Motorradtreffen auf

Die Polizei löste ein Motorradtreffen auf.  
Bild: Symbolfoto: Alexander Kaya

Aus ganz Süddeutschland kamen junge Biker  nach Dornstadt, was den Beamten Arbeit bescherte.

Gut die Hälfte aller Motorräder, die die Ulmer Polizei bei einem Treffen am Samstag bei Dornstadt (Alb-Donau-Kreis) kontrollierte, waren nicht in Ordnung. Sie wiesen zum Teil schwere Mängel auf. Die Polizei hatte vorab von dem Tuning-Treff gehört und auch davon, dass die Biker offenbar alles dran setzten, dass sie eben nichts davon erfährt.

Das nährte den Verdacht, dass nicht alles mit rechten Dingen zugehen sollte. Deshalb überprüften Polizeibeamte am Samstag zwischen 11 und 15 Uhr den Treffpunkt in der Hermann-Köhl-Straße. Tatsächlich waren dort mehr als 60 Motorradfahrer aus dem süddeutschen Raum zwischen Stuttgart und München mit ihren Maschinen. Schnell zeigte sich, dass vieles im Argen lag. Mehr als 30 der Fahrzeuge wurden beanstandet.

Die jungen Fahrer, alle zwischen 16 und 22 Jahre alt, sehen nun Anzeigen entgegen. Fünf mussten ihre Motorräder stehen lassen. Sie hatten so gravierende Mängel, dass eine Weiterfahrt nicht möglich war. Auch bei den anderen waren es teils schwerwiegende Mängel.

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Einer der Burschen hatte sogar sein Kennzeichen zugeklebt. Damit glaubte er, einer Kontrolle durch die Polizei entgegen zu können. Das bringt ihm eine Anzeige wegen einer Urkundenfälschung ein. Andere Maschinen wurden beanstandet, weil einzelne Fahrzeugteile gar nicht zugelassen sind. Das kann gefährlich sein, wenn etwa Bremshebel von so schlechter Qualität sind, dass sie beim Bremsen brechen. Andere montierte Teile waren scharfkantig und damit gefährlich. Einzelne Fahrer hatten die Rückspiegel abmontiert oder den Kettenschutz, was für die Fahrer und Mitfahrer zur Gefahr werden kann. An einem Motorrad war der Reifen bis zur Karkasse abgefahren. An einem anderen war der Dezibel-Killer ausgebaut, ein Teil, das das Fahrzeug leiser macht.

Nach der Kontrolle schickte die Polizei die Teilnehmer der Veranstaltung nach Hause. Sie prüft jetzt noch, wer für die Veranstaltung verantwortlich ist. (az)

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