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Kreis Augsburg

21.06.2017

Gefährliche Raupe: Pausenhof zum Schutz der Kinder gesperrt

Mit rot-weißem Absperrband und Warnschildern wird vor einem Betreten des Schulgeländes in Kutzenhausen gewarnt.
Bild: Manuela Rauch

Die gefährlichen Raupen des Eichenprozessionsspinners haben sich an Bäumen an der Grundschule in Kutzenhausen niedergelassen. Was das für die Schule bedeutet.

Trotz sommerlicher Temperaturen müssen die Mädchen und Buben der Grundschule Kutzenhausen ihre Pausen im Gebäude verbringen. Seit Kurzem ist das Gelände rund um die Schule und die angrenzende Gemeindehalle mit rot-weißem Plastikband abgeriegelt. Auch der Sportplatz ist verlassen. An jeder Ecke hängen Schilder, die vor dem Betreten des Areals warnen. Grund für diese Maßnahmen ist der Eichenprozessionsspinner.

Die Raupen können allergische Reaktionen hervorrufen

Die Raupe, die sich in Kolonien fortbewegt und auf ihrem gefräßigen Streifzug mit Vorliebe Eichen befällt, hat sich offenbar in Bäumen auf dem Schulgelände eingerichtet. Zwar läuft der Unterricht wie gewohnt weiter, aber die Kinder und Lehrkräfte müssen bis auf Weiteres im Schulgebäude bleiben.

Teilweise dürfen auch die Fenster nicht geöffnet werden, erklärte der Zweite Bürgermeister Rupert Kugelbrey im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung. Es handele sich um Vorsichtsmaßnahmen, heißt es.

Der Eichenprozessionsspinner ist nämlich alles andere als harmlos. Die feinen Härchen der Raupe können allergische Reaktionen der Atemwege und der Haut hervorrufen. Weil diese sogenannten „Brennhaare“ durch den Wind oft mehrere Meter weit fliegen, werden befallene Bäume in der Regel weitläufig abgesperrt. In Kutzenhausen will man im Laufe des heutigen Mittwochs wieder Entwarnung geben, so Kugelbrey. Dann sollen die Raupennester von einem Fachbetrieb beseitigt werden. Von Alleingängen wird generell abgeraten, weil die Insekten mit speziellen Geräten und in Schutzausrüstung „abgesaugt“ und entsorgt werden sollten. Die Fachfirmen sind wegen des Befalls in mehreren Orten zurzeit gut ausgebucht.

Eichenprozessionsspinner breitet sich im Kreis Augsburg aus

Wie berichtet, breitet sich der Schädling im Landkreis Augsburg zunehmend aus. Im Gemeinderat Welden und Emersacker wurde von dem Eichenprozessionsspinner berichtet. Dem Landratsamt sind Vorkommen in Allmannshofen, Dinkelscherben, Ellgau, Kutzenhausen, Meitingen, Thierhaupten und Zusmarshausen bekannt. Im Freibad Dinkelscherben sind aktuell keine Bäume betroffen, dort waren sie allerdings letztes Jahr befallen. Annemarie Neher, Sprecherin des Landratsamtes, hatte im gestrigen Bericht betont, dass der Schädling in solchen öffentlichen Einrichtungen generell problematischer ist als anderswo. Das Aufkommen des Eichenprozessionsspinners im Dinkelscherber Freibad sei vorbildlich bekämpft worden. aula, kar

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