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Region Augsburg

26.03.2020

Gefragtes Model "Marie aus Pari" kommt aus Thierhaupten

Marie Rauscher aus Thierhaupten arbeitet als Model.
Bild: Sammlung Rauscher

Plus In den sozialen Netzwerken nennt sie sich "Marie aus Pari". Im realen Leben heißt das Model Marie Rauscher und kommt aus Thierhaupten.

In den sozialen Netzwerken nennt sie sich „Marie aus Pari“ – im realen Leben ist sie Marie Rauscher und kommt aus Thierhaupten. Die 24-Jährige ist selbstständig und verdient ihr Geld als Model. Auf Instagram verfolgen über 22.000 Menschen ihren Alltag mal in der Heimat, mal in Österreich, mal auf Mallorca oder in Kuba.

Geplant hat Marie Rauscher ihre Model-Karriere nicht, sie sei „da eher so reingerutscht“. Sie erinnert sich noch gut an ihre Anfänge: „Mit zwölf bin ich im Reitstall angesprochen worden, ob ich denn nicht bei einer Fotostory für eine Pferdezeitschrift mitmachen will.“ Von da an modelte die Thierhauptenerin hin und wieder für verschiedene Teenager-Magazine.

Marie Rauscher hat mehr als 22.000 Follower auf Instagram

Nach einer Weile erhielt sie erste bezahlte Aufträge. „Neben der Schule war das cool, ein schönes Geld nebenbei“, so Marie. Bei einem Verlagsunternehmen in Augsburg machte sie eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation. Doch nach ein paar Jahren im Beruf stellte sie fest: „Ein Bürojob ist nichts für mich.“ Dreieinhalb Jahre später ist Marie Rauschers Arbeit nicht mehr mit jener im früheren Büro-Alltag zu vergleichen. Die Thierhauptenerin reist mit Bahn, Flugzeug oder Auto an die verschiedensten Orte, die für die meisten eher nach Urlaub klingen: Dazu gehören Städte wie Venedig und Havanna oder die tunesische Insel Djerba. Derartige Reiseziele stechen heraus, doch hauptsächlich arbeitet das Model in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Gefragtes Model "Marie aus Pari" kommt aus Thierhaupten

„Marie aus Pari“ tritt im Musikvideo auf

Feste und geregelte Arbeitszeiten habe sie keine: Ein Drehtag könne mal acht, mal 20 Stunden dauern. „Es wird so lange gearbeitet, bis alles fertig ist“, erzählt Marie. Anfragen, die vorher von der Agentur gefiltert werden, kämen meist kurzfristig: „Ich weiß oft erst drei oder vier Tage vorher, wann ich einen Shooting-Termin habe.“ Wenn Marie einmal einen freien Tag hat, nütze sie diesen nicht für sich allein, sondern um möglichst viel Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen.

Gearbeitet hat die 24-Jährige unter anderem schon für die Kosmetikkette L’Oréal Paris und viele andere Marken. Einen Ausflug in die Musikbranche hat das Model auch schon hinter sich – sie spielte mit im Musikvideo zum Lied „Anneliese“ von der Band „Voxxclub“. Außerdem war sie bereits auf der Titelseite des Fitness- und Lifestyle-Magazins Shape zu sehen. Konkurrenzkampf und Zickereien hinter der Kamera habe Marie dabei noch nie erlebt – ganz im Gegenteil: „Unter Modelkolleginnen springen wir füreinander ein und empfehlen uns gegenseitig weiter.“

Eine einmalige Sache für Marie war ihr Shooting für den Playboy im Juli 2019. Sie sagt: „Die erste Anfrage, die ich bekommen habe, habe ich abgelehnt. Beim zweiten Mal habe ich zugesagt. Der Playboy ist ein renommiertes Magazin und ich wollte diese Chance nutzen.“ Ein weiteres Mal würde sich Marie nicht ausziehen – als Model sei sie auf andere Gebiete ausgerichtet, und das wüssten auch ihre Kunden.

Beim zweiten Mal sagte Marie Rauscher dem Playboy zu

Ob sie selbst das Modeln als „klassischen Beruf“ sehe und wie ihr Umfeld darauf reagiere? An einem Drehtag in einer Großstadt wie Berlin, wo es viele kreative Jobs gebe, fühle sich ihre Arbeit ganz normal, „nicht außergewöhnlich“ an. Im Gegensatz dazu sei das auf dem Land ganz anders. Doch in ihrer Heimat Thierhaupten und Umgebung wisse man mittlerweile, womit sie ihr Geld verdiene und gehe sehr offen damit um. Für die nahe Zukunft plant die 24-Jährige, drei Monate lang nach Kapstadt zu gehen, um dort zu arbeiten, denn die Stadt in Südafrika sei ein „Hotspot fürs Modeln“.

Sie könne sich auch vorstellen, für ein oder zwei Jahre in München, Berlin oder Hamburg zu leben. Doch auf Dauer wohne sie lieber auf dem Land, wie sie lachend verrät. In der Branche wolle sie auf jeden Fall bleiben – irgendwann vielleicht nicht mehr nur als Model, sondern als Leiterin einer eigenen Agentur oder Produktionsfirma. Auch eine eigene Familie möchte sie einmal gründen. Alles in allem ist Marie glücklich, so wie es gerade ist: „Ich bin immer unterwegs und sehe Orte, an die ich sonst wahrscheinlich nicht gekommen wäre. Mir wird nie langweilig.“ Doch auch sie spürt gerade die Auswirkungen der Corona-Ausgangsbeschränkungen. Modeln im Homeoffice – das gestaltet sich eben schwierig.

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