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Kommentar

08.08.2019

Gegen Tiermissbrauch helfen auch höhere Steuern nicht

Bessergestellten tun die paar Euro mehr, die das Grill- oder Bratenvergnügen dann kostet, ohnehin nicht weh.
Bild: Delle (Symbolfoto)

Wenn es darum geht das Tierwohl zu verbessern, fällt den Politikern in Berlin wieder mal nur eines ein: höhere Steuern.

Mehr Fantasie ist seit Jahren nicht vorhanden. Doch dieser Schuss ginge nach hinten los: Gerade diejenigen, die jeden Cent zweimal umdrehen müssen, würde eine Verteuerung des Fleisches treffen. Noch mehr Kunden würden auf das Billigsteak umsteigen. Und Bessergestellten tun die paar Euro mehr, die das Grill- oder Bratenvergnügen dann kostet, ohnehin nicht weh.

Aber lieber sollen die Bürger den schon jetzt unersättlichen Staat mit weiteren Steuergeldern füttern, die dann noch lange nicht beim Landwirt vor Ort angekommen sind. Und die kleineren Betriebe sind weniger das Problem. Sie haben vielmehr ein Problem wegen der Fleischfabriken, die „Ware“ auf Kosten des Tierwohls „herstellen“ und zu Dumpingpreisen auf den Markt werfen.

Es braucht Gesetze gegen den millionenfachen Tiermissbrauch

Es wird Zeit für die Politiker aller Ebenen, Einfluss zu nehmen und endlich Gesetze zu erlassen, die den millionenfachen Tiermissbrauch in großen Mastbetrieben beenden. Darüber hinaus müssen die Kontrollen der Betriebe deutlich intensiviert werden. Das Einknicken vor der mächtigen Agrarlobby schadet nur weiter dem „kleinen“ Landwirt vor Ort.

Was die Fachleute aus dem Augsburger Land zu den Plänen sagen, lesen Sie hier: Muss Fleisch teurer werden?

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