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Gablingen

21.02.2018

Gegner verschärfen Kritik an Peterhof-Plänen

Viel Kritik gibt es an der Erneuerung der Peterhofstraße.
Bild: Marcus Merk

Gablinger Gemeinderäte und Naturschützer warnen vor Plänen für die Staatsstraße 2036 bei Holzhausen.

Beim Protest gegen den geplanten Ausbau der Staatsstraße 2036 zwischen Heretsried und Holzhausen haben die Gablinger und Holzhauser Bürger und der Bund Naturschutz Gablingen viel Unterstützung aus verschiedenen Richtungen erhalten.

So nutzten der Vorsitzende des Bund Naturschutz Gablingen, Albert Eding, und Gemeinderat Christoph Luderschmid (Junge Bürger Gablingen), der die Einwenderliste der Holzhauser vertritt, eine Informationsveranstaltung der „Bürgerinitiative Gablingen für gerechte und sozial verträgliche Straßenausbaubeiträge“. Sie kritisierten den massiven Flächenfraß beim geplanten Ausbau sowie die voraussichtlichen Kosten von 5,2 Millionen Euro vehement.

3,47 Hektar Wald würden gerodet, 1,23 Hektar Flächen neu versiegelt. 5,8 Hektar landwirtschaftliche Flächen müssten erworben werden, was die Existenz landwirtschaftlicher Betriebe gefährde. Auch die vorgesehenen Ausgleichsflächen seien fragwürdig, denn die Eingriffe in das Landschaftsbild seien nicht ausgleichbar, betonte Albert Eding. Die Erholungsfunktion des Naturparks werde irreparabel gestört. 3,3 Kilometer beträgt die Ausbaustrecke von Holzhausen über den Peterhof bis vor Heretsried. Erst vor Kurzem sei die Straße von Batzenhofen her auf 6,50 Meter ausgebaut worden und werde jetzt auf sieben Meter verbreitert, monierte Christoph Luderschmid. Zusammen mit dem befestigten Bankett von beidseits 1,50 Metern ergebe das eine Trasse von zehn Metern „gesehene Straße“.

Kritiker befürchten, dass die Straße zur Rennstrecke wird

Eine Temporeduzierung sei nicht vorgesehen – die Strecke würde zur Rennstrecke, argumentierte er. Albert Eding befürchtete, dass trotz eines über zwei Meter hohen und zehn Meter breiten Wilddurchlasses die Zahl der Wildunfälle erheblich zunehme. Durch die Trassenführung und die Dauer der in zwei Bauabschnitten geplanten Maßnahme werde auch die Existenz des Peterhof-Wirtes gefährdet. Im Bereich der Kuppe nach dem Peterhof werde die Straße eingesenkt und verläuft in einem Trog – was die Gablinger wegen der ohnehin geringen Steigung von acht Prozent für unnötig halten.

Noch dazu würden dabei 100.000 Kubikmeter Erde bewegt, so Luderschmid. Als neuralgischer Punkt gestalte sich der Einmündungsbereich der Peterhofstraße, die von Lützelburg aus in die Staatsstraße 2036 mündet. Insgesamt ergibt sich laut Albert Eding in diesem Bereich, Entwässerungsstreifen, Radweg und anderes eingerechnet, eine Trassenbreite von 60 Metern. Durch die Absenkung der Straße kämen Fußgänger im Bereich der Peterhofstraße nicht mehr auf die andere Waldseite. Eine ebenfalls geplante Fußgängerbrücke in sechs Metern Höhe lehnen die Ausbaugegner ab.

Es genüge eine frostsichere und tragfähige Gründung mit Erneuerung der Fahrbahn, gegebenenfalls Erweiterung der Bankette auf der bestehenden Trasse, betonten Luderschmid und Eding.

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