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Spende

07.08.2020

Geld für Gersthofer Notfalldienst

Über 1200 Euro spendete der Verein Nogent-Gersthofen für die Psychosoziale Notfallversorgung in Gersthofen. Leiterin Andrea Amador freute sich sehr über diese Unterstützung.
Bild: Andreas Berndt

Verein Nogent-Gersthofen übergibt 1200 Euro an das BRK

Sie leisten Hilfe in Notfällen und sind immer wieder gefragt. Nun bekam der Kriseninterventionsdienst (KID) – Überbegriff Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) – des BRK Gersthofen finanzielle Unterstützung.

Der Verein Nogent-Gersthofen übergab eine Spende über 1200 Euro. „Darüber freuen wir uns ungemein, und das tut uns so gut“, strahlt BRK-Bereitschaftsleiterin Andrea Amador. Der Dienst bestehe aus 23 ausschließlich ehrenamtlichen Rotkreuz-Mitgliedern aus unterschiedlichen Gemeinschaften. Die meisten von ihnen kommen aus Gersthofen, und auch das Einsatzfahrzeug ist in der Ballonstadt stationiert. Durchschnittlich wird die PSNV zu zwei Einsätzen täglich gerufen und kommt oftmals aufgrund der Schwere der Einsätze an ihre Grenzen, wie etwa bei dem fürchterlichen Unfall auf der B17 bei Landsberg, bei dem vier Menschen aus dem Landkreis ums Leben kamen. Hier steht die PSNV sofort parat, spricht mit den Angehörigen und ist auch für die Augenzeugen die erste Anlaufstelle, um das Geschehen zu verarbeiten.

Die PSNV kümmert sich um die Akutbetreuung von traumatisierten Menschen, wie etwa nach tödlichen Verkehrs- und Hausunfällen, nach Suizid, plötzlichem Säuglingstod und auch nach Gewaltverbrechen. Die Helfer sind oftmals die Überbringer der Todesnachricht und arbeiten eng mit der Polizei zusammen. Sie stehen beteiligten nahestehenden Personen bei laufenden Reanimationen zur Seite und betreuen Fahrzeugführer nach tödlichen Bahnunfällen. Genau diese Einsätze erfolgen immer kostenfrei und finanzieren sich ausschließlich über Spenden.

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Amador und ihr Team unterliegen der Schweigepflicht und sind professionell geschult. Alles im Ehrenamt. Das könne man gar nicht oft genug hervorheben. „Wir leben von der Dankbarkeit, dem Kreisverband und von Spenden“, erklärt die Leiterin, die nebenbei Vollzeit einer anderen Tätigkeit nachgeht, die näheren Umstände, sie würde sich wünschen, dass die Politik die Ehrenamtlichen mit ein paar Rentenpunkten mehr entlohnen würde.

Amador leitet die PSNV, die für Augsburg Stadt und Land sowie den Landkreis Aichach-Friedberg zuständig ist. Zu Beginn des Lockdowns war das Team noch nicht ausgerüstet und deshalb ein paar Wochen nicht einsatzbereit. „Da wurden wir von der Polizei schon schmerzlich vermisst“, weiß die Leiterin. Die Herausforderung generell sei gewesen, dass man nicht wusste, wohin mit der infizierten Kleidung. Inzwischen gebe es eine bayernweite Regelung mit einem Wäschepool, und das Team ist wieder voll im Einsatz.

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