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Kutzenhausen

01.08.2019

Gemeinderat macht den ersten digitalen Schritt 

Der Gemeinderat beschließt die erste Stufe des Medienkonzepts. Zunächst aber gibt es nur für die Lehrer iPads. Auch der Neubau der Kinderkrippe wird diskutiert.

Viel Gesprächsbedarf gab es bei den Gemeinderäten auf ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause. Vor allem beim Antrag der Grundschule für die EDV-Ausstattung und dem Neubau der Kinderkrippe entfachten sich Debatten. Beide Themen wurden im Gemeinderat in der Vergangenheit bereits mehrfach beraten.

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Diesmal hatte die Schulleitung der Grundschule Kutzenhausen der Gemeinde ein Medienkonzept für die Lehranstalt zukommen lassen. Das Papier verfolgt das Ziel einer umfassenden Medienbildung. Damit soll gewährleistet werden, dass die Grundschüler mit den digitalen Medien umzugehen lernen, sie zu strukturieren, zu analysieren und mit ihnen zu präsentieren. Um diese Kulturtechnik anzubahnen, müsse die digitale Lebenswirklichkeit auch in der Schule ankommen, heißt es im Konzept.

Papier, Füller und Stift werden nicht ersatzlos gestrichen 

Doch die Lernpraxis könne nur nach der Beschaffung der entsprechenden technischen Ausstattung umgesetzt werden. Diese entspreche an der Grundschule Kutzenhausen bei Weitem noch nicht dem Mindeststandard, resümierte Schulleiterin Helen Stroh-Streicher. Gleichzeitig fügte sie hinzu: „Das bedeutet nicht, dass der Unterricht mithilfe von Schulbüchern und anderen Printmedien sowie Papier, Füller und Stift ersetzt werde.“ Diese würden weiterhin einen hohen Stellenwert erhalten und in sinnvoller Kombination mit digitalen Medien zum Einsatz kommen.

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Die umfangreichen Mittel müssen aber nicht auf einmal beschafft werden. Im ersten Jahr seien nur gewisse Komponenten wie iPads, Monitore und Bildschirme für die Lehrer vorgesehen, verdeutlichte Bürgermeisterin Silvia Kugelmann. Die Kosten dafür belaufen sich laut einem Firmenangebot auf rund 19.500 Euro inklusive Montage der Geräte. Damit wären laut Schulleitung fünf Klassenzimmer ausgestattet. Hinzu kommen noch Kosten für die Verkabelung der Accesspoints.

Muss es ein Apple-Betriebssystem sein?

Diese Erstbeschaffung könne er persönlich gut mittragen, meinte Zweiter Bürgermeister Rupert Kugelbrey. Gemeinderat Rudolf Kaiser fragte allerdings ebenso wie Robert Rieger und Bernard Strehle nach einem zweiten Kostenangebot. Letzterer stellte auch das vorgeschlagene Apple-Betriebssystem infrage und plädierte für preislich Günstigeres.

Der Gemeinderat genehmigte schließlich die erste Stufe des Medienkonzepts sowie die Beschaffung der Geräte bis zu einen maximalen Betrag von knapp 20.000 Euro. Übrigens muss die Gemeinde als Sachaufwandsträger nicht alles alleine stemmen. Bereits seit Anfang des Jahres liegt eine Förderzusage aus dem Digitalpakt in Höhe von 8000 Euro vor.

Vier Kindergarten- und drei Kinderkrippengruppen

Breiten Raum nahm einmal mehr der beschlossene Neubau der Kinderkrippe an der Nikolausstraße ein. Grundlage dafür ist der Bauantrag mit vier Kindergarten- und drei Kinderkrippengruppen. Auch diesmal monierte das Gremium wieder einige Punkte im Entwurf des Architekten. Bernhard Strehle plädierte nachdrücklich für eine flachere Dachneigung und eine Erhöhung des Kniestocks bei gleicher Firsthöhe. Das bringe nur Vorteile, eine doppelte Nutzung und koste kein weiteres Geld, meinte er. Der Architekt mache hier sonst einen elementaren Fehler.

In dem weiteren Entwurf sind nun gemäß den Vorgaben des Gemeinderats Keller- und Erdgeschoss deckungsgleich. Im Kellergeschoss werden zwei Kinderkrippen mit Nebenräumen untergebracht, im Erdgeschoss sind eine weitere Gruppe, Speisesaal, Küche, Sanitäranlagen, Nebenräume und Elternwarteraum vorgesehen.

Abstandsfläche und Dachneigung optimieren

Einstimmig beschloss das Gremium daraufhin, dass die Höhe des Kniestocks unter maximaler Ausnutzung des Baurechts geplant werden solle sowie die Abstandsfläche und Dachneigung zu optimieren, und dementsprechend anzupassen sei. Weiter müsse der Architekt den bisher fehlenden Kostenplan vorlegen und den Fluchtweg als Stahltreppe außen anbauen. Die Verwaltung wurde beauftragt, die entsprechenden Finanzmittel zur Verfügung zu stellen und sämtliche Fördermöglichkeiten auszuschöpfen. 

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