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14.09.2019

Gemüse essen und Kontakte pflegen

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Weniger Fleisch, mehr Gemüse sollte für eine gesunde Ernährung auf dem Einkaufszettel stehen, rät Ernährungsberaterin Ulrike Birmoser.

Frauen in Täfertingen bekommen Tipps zum gesunden Älterwerden. Mit der Ernährung ist viel zu machen

Die Menschen werden immer älter. Damit dieses Plus an Jahren gesund erlebt werden kann, gelte es sich bewusst zu ernähren, riet Ulrike Birmoser bei einem Vortrag beim Frauenbund Täfertingen. Oft sei dies schon durch kleinere Veränderungen des Lebensstils zu erreichen.

„Es ist nie zu spät, über die Ernährung nachzudenken“, forderte die Ernährungsberaterin die zahlreich erschienenen Frauen auf. Dafür hatte sie viele Tipps mitgebracht. Zuhörerin Conny Cyris erklärte, dass sie sich zunehmend für das Thema interessiere. Nicht zuletzt angeregt durch ihre Kinder koche sie fleischfrei mit viel Gemüse. Andere Frauen berichteten von so einigen unangenehmen Zipperlein, wie Unverträglichkeiten von Milch oder Sodbrennen.

Die Expertin erklärte, dass sich mit dem Älterwerden eben einige Veränderungen wie eine Verlangsamung der Verdauung oder eine Abnahme von Muskel- und Knochenmasse einstellen und die Leistungsfähigkeit der Organe abnimmt. Guter Rat hier: von nichts zu viel! Dies bezieht sich vor allem auf die Aufnahme von Kalorien, da sich der Energiebedarf im Alter zunehmend verringert. Somit ist weniger essen angesagt. „Rechtzeitig aufhören, dafür möglichst täglich Sport betreiben“, lautet der Rat der Fachfrau.

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Beim Essen auf frische, abwechslungsreiche und vor allem weitgehend pflanzliche Kost achten. Wenig Fleisch und vor allem Wurst sollten auf dem Einkaufszettel stehen. „Werten Sie alles mit Gemüse, Kartoffeln und Obst auf, das wird nie langweilig“, meinte die Expertin. Hülsenfrüchte seien ein umweltfreundliches Lebensmittel, das Fleisch problemlos ersetzen könne, machte sie Lust auf Eintöpfe.

Auch naturbelassene Nüsse sind angeraten, ebenso wie Haferflocken. Für Brot sollte man lieber etwas mehr Geld ausgeben. Milchprodukte sollten täglich verzehrt werden. Kritisch sollte man den Verbrauch von Zucker sehen. „Entsüßen Sie sich“, riet Biermoser. Gleiches gilt für Salz und Fette. Ein 15-Gramm- Butterstück beinhaltet bereits eine ganze Tagesration. Lieber Rapsöl oder Olivenöl verwenden und hier am besten zu kalt gepressten Ölen greifen. Vor allem gilt es zu beachten, nicht ständig zu essen. Wer eine Esspause von fünf Stunden zwischen den Mahlzeiten einhält und auf die Getränkekalorien achtet, kann sein Gewicht im Alter halten. Um den Durst zu stillen, ist Wasser gespritzt mit Saft oder eventuell mal ein alkoholfreies Bier ideal.

Um sich lange jung zu fühlen, bedürfe es neben der Ernährung weiterer Punkte, machte Birmoser aufmerksam. Ganz wichtig sei die Frage der sozialen Kontakte. Hier ersetze der Frauenbund oftmals manches Medikament oder sogar einen Psychologen. Dringend gelte es bis ins hohe Alter eine Leidenschaft, eine sinnvolle Beschäftigung zu haben. Das Fazit von Ulrike Biermoser: Man soll mit Freude leben, und wer beim Essen einmal gesündigt hat, sollten dies auch genießen. Am nächsten Tag kann man es wieder anders machen. (jkw)

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