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Raiffeisenbank Augsburger Land West

15.04.2015

Genossen verzeichnen Zulauf und gute Zahlen

Eine Ehrenurkunde für seine 15-Jährige Tätigkeit im Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Augsburger Land West erhielt der frühere Dinkelscherber Bürgermeister Peter Baumeister, begleitet von seiner Frau Karin, von den Bankvorständen Hermann Scherer (links) und Karl Rau (rechts) sowie dem Aufsichtsratsvorsitzenden Albert Lettinger.
Bild: Georg Keiß

Vorstände machen bei der Generalversammlung klar was sie freut und was sie ärgert

Ein Loblied auf die Regionalität haben Karl Rau und Hermann Scherer bei der Generalversammlung der Raiffeisenbank Augsburger Land West in Gessertshausen und auf den Informationsveranstaltungen in den Hauptorten des Geschäftsgebietes ( Dinkelscherben, Horgau, Welden und Zusmarshausen) angestimmt. Die beiden Vorstände der Genossenschaftsbank appellierten an die Mitglieder nicht auf jedes hundertstel Prozent bei der Suche nach den günstigsten Konditionen zu schauen, sondern das Geld in der Region zu lassen, damit bestimmte Angebote und somit Lebensqualität in der Region erhalten bleiben können.

Rau untermalte seinen Appell mit einer Entwicklung in seinem Heimatort Mindelaltheim. Einst habe es dort rund zehn mittelständische Betriebe sowie eine Raiffeisenbank gegeben. Nach und nach hätten diese Betriebe aufgegeben. „Es rechnet sich nicht mehr“, habe es damals immer geheißen, weil die Kunden immer mehr etwa zu den Supermärkten abgewandert seien. Selbst die Bank sei heute nur mehr mit einer Automatenstelle vertreten.

Offenbar wissen die Mitglieder das alles schon und sind genaue Rechner – was auch immer mehr neue Mitglieder anlockt: Seit die Bank 2008 begonnen hat ihre Mitglieder, die mit ihrer Beteiligung Eigenkapital zur Verfügung stellen, mit Bonuszahlungen zu belohnen, ist ihre Zahl kontinuierlich gestiegen: waren im Jubiläumsjahr 2013 des 125-jährigen Bestehens 16000 Mitglieder das Ziel, das im September 2014 noch erreicht wurde. Nun sind es bereits 16200. Die Bonuspunkte hierfür im Wert von jeweils einem Euro werden aus den geschäftlichen Aktivitäten errechnet – Guthaben, Kredite, Sparpläne und Geldeingänge. Die Mitglieder kämen so insgesamt auf eine Rendite von rund neun Prozent auf ihre Einlagen, die sich aus der Dividende von 1,5 Prozent, den Bonuszahlungen sowie der eingesparten Gebühren für die für Mitglieder kostenlose Gold-Bankkarte, rechnete Rau vor – die 2014 erreichte die Zahl der gesammelten Bonuspunkte einen neuen Höchststand von 399000. Die Pläne der Kreissparkasse Augsburg, jede vierte Filiale zuschließen, lieferte Raus Vorstandskollegen Hermann Scherer eine Steilvorlage: „Wir sind gekommen um zu bleiben und nicht zu gehen“, sagte er. Sein Credo lautet, die Kaufkraft in der Region zu halten. „Unsere Filialen sind für uns mehr als wichtig, denn unsere Filialpolitik bietet mehr Erfolg, als dadurch Kosten produziert werden.“ Zur Unterstützung der Region zählt Scherer die Entscheidung, Vereins-, Kirchen- und Schulkonten weiterhin gebührenfrei zu führen. Das Vermögen der Bank gehöre den Mitgliedern vor Ort und diene der Entwicklung der Region. Regionalität heißt für Scherer etwa die Rolle der Bank als Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb, als Unterstützer und Förderer, aber auch als Steuerzahler: Von den 2,32 Millionen Euro an Steuern, die die Bank berappen muss, sind 974000 Euro Gewerbesteuern, die in der Region bleiben.

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Unzufrieden ist Scherer mit der Situation der Banken in Europa: Die Vielzahl der unabhängigen Raiffeisenbanken kenne in Europa so gut wie niemand, obwohl deren System alle Krisen gemeistert habe. Dennoch müsse die Raiffeisenbank in ein einheitliches Sicherungssystem einzahlen, obwohl sie ein sehr gutes eigenes System habe und sich an alle Regeln halte. Auch die Bankenabgabe gelte für die Bank, obwohl diese der Rettung von Zockerbanken dienen soll.

Ehrenurkunde für 15-jährige Tätigkeit im Aufsichtsrat

Turnusgemäß aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden sind Peter Baumeister, Edgar Schmid und der Vorsitzende Albert Lettinger. Schmid und Lettinger wurden einstimmig wiedergewählt. Baumeister stand auf eigenen Wunsch nicht mehr zur Wahl. Er erhielt für seine 15-jährige Tätigkeit eine Ehrenurkunde.

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