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Gersthofen
22.09.2021

Betrüger ergaunern 25.000 Euro von einem Senior aus Gersthofen

Aktuell kommt es erneut im gesamten Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben-Nord zu Anrufen von falschen Polizeibeamten.
Foto: Alexander Kaya (Symbolbild)

Erneut geben sich Betrüger in Gersthofen und in Augsburg am Telefon als Polizeibeamte aus. Zweimal haben sie mit ihrer Masche Erfolg.

Aktuell kommt es erneut im gesamten Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben-Nord zu Anrufen von falschen Polizeibeamten. Die Betrüger behaupten zumeist, dass Geld bzw. Wertgegenstände der Angerufenen nicht sicher seien oder auf Spuren untersucht werden müssten. Auf diese Masche ist nun ein 80-jähriger Mann in Gersthofen reingefallen.

Die Täter riefen am Dienstag gegen 11.30 Uhr den Senior an und erzählten ihm, dass bei angeblich festgenommenen Einbrechern ein Zettel mit seinem Namen aufgefunden wurde. Sein Bargeld sei daher daheim nicht mehr sicher. Auf Anweisung der falschen Polizeibeamten hinterlegte der Senior fast 25.000 Euro Bargeld vor seiner Haustür. Kurz darauf war das Geld verschwunden.

Betrüger schicken die Ehefrau mit dem Taxi ins Präsidium

Am gleichen Tag gelang es den Betrügern, ein Rentnerpaar aus dem Augsburger Osten mit ähnlicher Masche um ihr Erspartes zu bringen. Die Täter behaupteten erneut, dass die Namen der Opfer bei angeblich verhafteten Räubern aufgefunden wurden. Sie überredeten den Ehemann, einen hohen vierstelligen Eurobetrag an einen unbekannten Täter zu übergeben. Besonders perfide war laut Polizei, dass die Täter die Ehefrau währenddessen anwiesen, für eine Unterschrift mit einem Taxi zum Polizeipräsidium zu fahren.

Wie bereits in ähnlichen Fällen zuvor hatten die Täter wiederum eine spezielle Technik eingesetzt, um auf der Rufnummernanzeige der Opfer die Notrufnummer 110 oder eine örtliche Behördenrufnummer anzeigen zu lassen. Die Polizei gibt daher folgende Tipps:

  • Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge oder Wertsachen bitten.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Geben Sie keine Auskunft zu finanziellen Verhältnissen oder Wertsachen.
  • Bei geringsten Zweifeln: Fragen Sie selbst bei ihrer örtlichen Polizeiinspektion oder dem Polizeinotruf 110 nach.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Die Polizei bittet ausdrücklich darum, ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger entsprechend zu informieren. Wie man derartige Betrugsmaschen erkennt und sich davor schützen kann, ist auch im Internet unter www.polizei-beratung.de nachzulesen. (thia)
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