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Gersthofen: Gersthofen ist Plan B für Borscheid+Wenig

Gersthofen

Gersthofen ist Plan B für Borscheid+Wenig

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    Der Hauptsitz des Automobilzulieferers Borscheid + Wenig in Diedorf.
    Der Hauptsitz des Automobilzulieferers Borscheid + Wenig in Diedorf. Foto: Marcus Merk (Archiv)

    Der Alternativplan des Diedorfer Automobilzulieferers Borscheid+Wenig für den Bau eines zweiten Standortes wird konkreter. Das Unternehmen hat eine Bauvoranfrage an die Stadt Gersthofen gestellt, die im Bauausschuss einstimmig begrüßt wurde. Das Gewerbegebiet im Kutzenhauser Ortsteil Maingründel sei zwar immer noch die erste Wahl für den Bau, sagte Geschäftsführer Carlo Wenig erst vor Kurzem. Trotzdem verhandelte das Unternehmen offenbar mit der Stadt Gersthofen und einer anderen Kommune im Landkreis über einen Plan B.

    Im ursprünglich favorisierten Gewerbegebiet in Maingründel wollte Borscheid+Wenig einen zweiten Fertigungsbetrieb auf 3,5 Hektar Fläche erstellen. Bereits im Frühjahr hätte Baubeginn sein sollen. Ein Bürgerbegehren gegen das gesamte Gewerbegebiet stoppte das Vorhaben allerdings vorerst. Anwohner protestieren dagegen, dass das Gewerbegebiet mitten in den Naturpark Augsburg Westliche Wälder gebaut werden soll. Bis zum Bürgerentscheid am 20. Mai liegt das gesamte Projekt deshalb auf Eis.

    Trotzdem soll am 1. August Spatenstich sein – wenn nicht in Kutzenhausen, dann zumindest in Gersthofen. In einer formlosen Bauvoranfrage hat das Unternehmen der Stadt Gersthofen das Vorhaben dargelegt und 20 für den Bau relevante Fragen gestellt, die die Stadt alle positiv beantworten konnte. Laut Anfrage denkt das Unternehmen darüber nach, an der Daimlerstraße auf 4,2 Hektar eine Produktions- und Lagerhalle zu errichten.

    Zustimmung bei den Gersthofer Stadträten

    Die Mitglieder des Bauausschusses reagierten quer durch die Fraktionen geradezu euphorisch auf die Anfrage. „Ich stehe dem Vorhaben sehr positiv gegenüber“, betonte Bürgermeister Jürgen Schantin (CSU). „Borscheid+Wenig sind nicht nur willkommen, sondern sehr gerne willkommen.“

    Albert Kaps unterstrich ebenfalls, dass es die CSU-Fraktion sehr freuen würde, wenn die Firma aus der Voranfrage einen Bauantrag machte. Auch in der Fraktion der Freien Wähler stieß das Interesse von Borscheid+Wenig auf „große Zustimmung“, wie Bernhard Happacher sagte.

    Peter Schönfelder (SPD) sah den Zuspruch zur Bauvoranfrage als „klares Signal“ und hieß das Diedorfer Unternehmen bereits „herzlich willkommen in Gersthofen“. Und auch Albert Heckl (GBU/FDP/Grüne) sicherte die „vollkommene Unterstützung“ seiner Fraktion zu. „Borscheid+Wenig ist eine Weltfirma, die gut nach Gersthofen passen würde.“

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