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Gersthofen/Meitingen
09.06.2021

LEW mäht zwischen Gersthofen und Meitingen Dammkronen entlang des Lechs

Als Betreiber von drei Wasserkraftwerken am Lechkanal und vier Kraftwerken am unteren Lech ist LEW Wasserkraft für den Unterhalt an rund 35 Flusskilometern zwischen Gersthofen und Feldheim zuständig. Dieses Bild entstand bei Thierhaupten.
Foto: Michael Hochgemuth, LEW

Die LEW mäht entlang des Lechs die Dammkronen. Derzeit sind zwei Trupps im nördlichen Landkreis Augsburg unterwegs. Dabei spielt auch der Naturschutz eine Rolle.

Als Betreiber von drei Wasserkraftwerken am Lechkanal und vier Kraftwerken am unteren Lech ist LEW Wasserkraft für den Unterhalt an rund 35 Flusskilometern zwischen Gersthofen und Feldheim zuständig. Dazu gehört auch das regelmäßige Mähen entlang der Dämme und Deiche. Im Bereich der Staustufen wird deshalb auf der Landseite zweimal im Jahr gemäht – im Sommer und Herbst. Auf der Wasserseite genügt in der Regel eine Mahd pro Jahr.

Bei den Mäharbeiten spielt auch der Naturschutz eine wichtige Rolle. Dabei geht es um sogenannte Extensivwiesen, zu denen in Teilen auch die ökologisch wertvollen Halbtrockenrasen gehören. Diese besonders nährstoffarmen und trockenen Wiesen zeichnen sich durch ihre große Artenvielfalt aus. Nach dem Mähen wird das Mähgut abgerecht, wodurch die Halbtrockenrasen erhalten bleiben.

Zum Vorgehen stimmt sich LEW Wasserkraft unter anderem mit dem Bund Naturschutz ab. "Entlang des Lechs finden sich viele ökologisch wertvolle Halbtrockenrasen, die potenzieller Lebensraum vieler seltener und gefährdeter Arten sind. Ohne regelmäßige Pflege würden diese Flächen zuwachsen oder verbuschen", sagt Rudolf Schubert von der Kreisgruppe Donau-Ries des Bund Naturschutz.

Gudrun Schmidbaur, Vorsitzende der Ortsgruppe Meitingen des Bund Naturschutz, ergänzt: "Unser Ziel ist es, ökologisch wertvolle Flächen in unserer Region zu erhalten und zu entwickeln. Wir freuen uns deshalb über Projektpartner, die diese Ziele unterstützen und sich ebenfalls für den Arten- und Naturschutz einsetzen. Da sich LEW Wasserkraft bei der Pflege der Dämme mit dem Naturschutz abstimmt, können wir unsere Expertise einbringen und gemeinsam die ökologische Vielfalt an den Flüssen erhalten."

Blühstreifen bleiben stehen

Aktuell läuft am Lech die Sommermahd. Hier mähen Mitarbeiter von LEW Wasserkraft und ein beauftragtes Unternehmen die Dammkrone, die Landseite der Dämme und an einzelnen Flussabschnitten auch die Wasserseite. Magere, artenreiche Blühstreifen werden im Sommer in der Regel nicht gemäht. Ausnahmen gibt es, wenn beispielsweise sogenannte Neophyten, also nicht heimische und teils invasive Arten, beseitigt werden müssen. Im Herbst mäht LEW Wasserkraft dann zusätzlich zur Dammkrone und der Landseite auch die Blühstreifen und die Wasserseite der Dämme.

"Als Betreiber von Wasserkraftanlagen gehört es für uns seit vielen Jahren dazu, die Lebensräume für Tiere und Pflanzen an den Flüssen zu verbessern. Wir wollen Vorbild für die Wasserkraftnutzung der Zukunft sein und setzen uns für die nachhaltige Verbesserung der Ökosysteme ein", sagt Oliver Thalmeir, Baubetriebsleiter bei LEW Wasserkraft und Koordinator der Mäharbeiten am Lech.

Die Mäharbeiten am Lech werden von zwei Teams durchgeführt. Das Team am Lechkanal hat Ende Mai bei Gersthofen begonnen, das Team am unteren Lech startet Ende Juni im Stauraum Ellgau. Abgeschlossen wird die Sommermahd voraussichtlich Mitte Juli. Ab Ende September läuft dann die Herbstmahd. (AZ)

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