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Gersthofen
28.08.2019

Woher kommen die Keime im Gersthofer Trinkwasser?

In Gersthofen wird immer noch danach gesucht, woher die Keime im Trinwasser kommen.
Foto: Marcus Merk

Wenn Menschen wie in Gersthofen ihr Trinkwasser abkochen müssen, kann das unterschiedliche Auslöser haben. Das zeigen viele Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit.

Am Montag vor einer Woche wurde erstmals Keime im Gersthofer Wasser festgestellt. Laut Landratsamt wurden dabei „an mehreren Stellen parallel gemessen“. Diese Kontrollen finden – je nach Größe des Netzes – bis zu zwölf Mal im Quartal statt, erklärt das Landratsamt. In kleinen Gemeinden werde nur ein Mal im Quartal vom Gesundheitsamt gemessen. Einige Kommunen führen zusätzlich eigene Kontrollen durch - denn die Reinheit des wichtigsten Lebensmittels kann aus den unterschiedlichsten Gründen in Gefahr geraten. Eine kleine Auswahl:

  • Niederschläge In Teilen des kleinen Ortes Höfen im Nachbarland Baden-Württemberg (Kreis Calw) ist das Trinkwasser seit mehr als einer Woche mit Bakterien verunreinigt. Als Ursache wird starker Regen im Quellbereich angenommen. Die festgestellten Bakterien stünden üblicherweise in Zusammenhang mit einer Eintragung durch die Landwirtschaft. In Bobingen (Kreis Augsburg) drang im Juni 2018 bei einem Unwetter Regenwasser in einen Brunnen ein und verschmutzte diesen.
  • Tiere In Kutzenhausen-Rommelsried war heuer im Frühjahr ein mausähnliches Nagetier der Auslöser. Ein Siebenschläfer war vermutlich in den Hochbehälter gefallen und dort verendet. Es ist nicht das erste Mal, dass ausgerechnet ein Siebenschläfer die Reinheit des Trinkwassers im Augsburger Land gefährdet. Im Oktober 2013 war schon einmal ein solches kleines Nagetier in den Hochbehälter der Staudenwasserversorgung in Siebnach gefallen und hatte damals eine lange Sucher nach der Quelle der Coli-Keime ausgelöst.
  • Vandalismus Im Mai 2018 kochten die Menschen in Markt Schwaben (Oberbayern) ab. Bei der Suche nach der Ursache für das verkeimte Wassers stieß man auf dem Dach des Hochbehälters auf eine mutwillig beschädigte Lüftungsöffnung und schloss auf Vandalismus. Der Eintritt der coliformen Bakterien ist über Kleintiere erfolgt.
  • Die Technik streikt Der 23. Juni 2017 wird vielen Königsbrunnern noch inErinnerung sein. Aus den Wasserhähnen kam vormittags erst gar nichts, dann eine trübe Brühe. Durch die Straßen fuhr die Feuerwehr und rief die Bürger per Lautsprecher auf, das Wasser abzukochen. Auslöser war ein Pumpenausfall. In Weißenhorn im Landkreis Neu-Ulm saßen die Keime in einem Eisen- und Manganfilter in der Wasserversorgung, der gereinigt und gespült werden musste.

Die Ursachenforschung in Gersthofen

Marodes Netz In manchen Fällen aber deuten wiederkehrende KeimBelastungen im Wasser darauf hin, dass die gesamte Versorgung von Grund auf saniert werden muss. Im Landkreis war die dies zuletzt in Teilen von Gessertshausen der Fall, aktuell laufen Arbeiten in Diedorf und Dinkelscherben.

Und in Gersthofen? ist die Ursache nach wie vor unklar.

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