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Wirtschaft

20.03.2013

Gersthofen bleibt für Unternehmen attraktiv

Gersthofen bleibt für Unternehmen attraktiv
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Im neuen Gewerbegebiet siedeln sich bereits die ersten Betriebe an. Weitere sollen folgen

Gersthofen Auf ihrer Homepage lässt die Stadt Gersthofen Zahlen sprechen: „Auf 21000 Einwohner kommen 12000 Arbeitsplätze! Das ist ziemlich einmalig in Deutschland.“ Und tatsächlich bedeutet diese Zahl nicht nur ein beachtliches Verhältnis von Einwohnern zu Arbeitsplätzen, sie signalisiert auch die ungebrochene Attraktivität Gersthofens für Unternehmen: Im Jahr 2010 waren es noch 11800 Arbeitsplätze gewesen.

Wenn es nach Bürgermeister Jürgen Schantin geht, soll dieser Aufwärtstrend an Arbeitsplätzen anhalten. „Aus jedem vierten Arbeitsplatz wird ein Einwohner, und von einer guten Einwohnerentwicklung profitieren alle“, sagte Schantin. Anzeichen für weiteren Zulauf großer Unternehmen gibt es.

Im Gewerbegebiet südlich der Staatsstraße 2036, das ist die Verbindung in den Stadtteil Hirblingen, stehen noch elf Hektar Fläche für neue Ansiedlungen frei. Die Firma Seele GmbH möchte dort voraussichtlich einen dritten Standort in Gersthofen aufbauen; eine entsprechende Bauvoranfrage wurde im Februar vom Bauausschuss einstimmig durchgewinkt. Auch das Augsburger Softwarehaus AraCom hat bereits einen Bauantrag gestellt.

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Im Mai zieht Borscheid+Wenig an die Daimlerstraße

„Die gewerbliche Entwicklung in Gersthofen ist momentan sehr gut“, sagt Stadtbaumeister Thomas Berger. Die Landbäckerei Ihle hat sich bereits im gleichen Industriegebiet angesiedelt, sie beschäftigt 120 Mitarbeiter in Gersthofen. Zum Jahreswechsel hat auch Deuter Sport, Weltmarktführer in Sportrucksäcken, seine Arbeit in dem Gebiet aufgenommen, hier arbeiten 90 Beschäftigte.

Im Mai 2013 wird der Automobilzulieferer Borscheid+Wenig nach Gersthofen an die Daimlerstraße umziehen. Dafür entstehen dort eine Produktionshalle für die Kunststoffverarbeitung, eine Logistikhalle, ein Verwaltungsgebäude sowie ein Werkzeuglager und nicht zuletzt zunächst 130 Arbeitsplätze.

Für die Stadt sind Ansiedlungen von Unternehmen nicht nur eine Möglichkeit, die Einwohnerzahl zu erhöhen, sie bedeuten auch steigende Steuereinnahmen. Im Jahr 2012 hat Gersthofen allein 16 Millionen Euro an Gewerbesteuer eingenommen, für 2013 sind ähnliche Einnahmen geplant. Laut Schantin sei es die direkte Kommunikation ohne langwierige Bürokratie einer kleinen Verwaltung, die Unternehmen in Gersthofen besonders zusage.

Möglicherweise kann auch dieser Standortvorteil den Roboter- und Anlagenbauer Kuka nicht davon abhalten, seine 250 Mitarbeiter aus Gersthofen nach Augsburg abzuziehen. Über diese Pläne hatte unsere Zeitung gestern berichtet. Der Mietvertrag des Unternehmens läuft 2015 aus, offenbar plant Kuka, sein Geschäft komplett nach Augsburg zu verlagern. „Einen Umzug des Unternehmens würde ich sehr bedauern“, sagt Schantin.

Ganz in der Nähe von Gersthofen hat jetzt die Nachbarstadt Neusäß den ersten Spatenstich zu einem neuen, insgesamt 130000 Hektar großen Gewerbegebiet im Stadtteil Täfertingen getan. Hier sollen sich aber vor allem kleinere und mittlere sowie handwerkliche Unternehmen vergrößern oder neu ansiedeln. Ein ausgewiesenes Industriegebiet gibt es in der ganzen Stadt nicht. Das macht sich auch an der Zahl der Arbeitsplätze bemerkbar: In Neusäß waren es Mitte 2010 gerade einmal gut 4500.

Das neue Gewerbegebiet „nördlich der Entlastungsstraße“ ist das erste, das die Stadt seit 20 Jahren erschließt. Einzelhandel solle hier übrigens nicht hin, sagte Bürgermeister Hansjörg Durz, „der soll weiterhin im Stadtzentrum bleiben“. Schon in den nächsten Wochen wird die Erschließung des neuen Gewerbegebiets beginnen, Firmen können ab dem Herbst kommen. Interessenten gebe es bereits."Kommentar

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