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Gersthofen/Stadtbergen

04.07.2018

Gersthofen fährt hinterher, Stadtbergen vorneweg

Knapp 200 Radler wollen drei Wochen lang ihre Fahrleistung notieren
Bild: Heinz Budjarek (Archivfoto)

Der Wettbewerb zwischen den Orten startet am Samstag. Profitieren soll davon der Umweltschutz.

Bereitschaftspolizisten steigen aufs Fahrrad um und im ganzen Augsburger Land strampeln Menschen sich so richtig ab. Am kommenden Samstag ist in der Region Start für die Kampagne „Stadtradeln“, die im gesamten Bundesgebiet zu unterschiedlichen Zeiten läuft. Dabei sollen die Menschen auf ihren Drahteseln möglichst viele Kilometer sammeln und so einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Sechs Kommunen und der Landkreis haben sich derzeit angemeldet. Knapp 200 Radler wollen drei Wochen lang ihre Fahrleistung notieren – da ist durchaus noch Luft nach oben. Denn mitmachen kann jeder, der im Landkreis wohnt, dort arbeitet, zu Schule geht oder einem Verein dort angehört. Bis zum 27. Juli sind Anmeldungen im Internet möglich.

Aus allen teilnehmenden Kommunen im Bundesgebiet, das sind inzwischen mehr als 800, wir eine Rangliste erstellt. Gesucht wird die fahrradaktivste Kommune an sich – und die mit dem radelfreudigsten Kommunalparlament.

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Nur sieben Anmeldungen aus der Ballonstadt

2012 war das der Gablinger Gmeinderat, angeführt von seinem fahrradbegeistern Bürgermeister Karl Hörmann. Der hat auch für 2018 wieder gemeldet. Wesentlich gemütlich lassen es dagegen die Gersthofer Stadtpolitiker angehen, von denen sich bislang keiner gemeldet hat. Mit insgesamt sieben Anmeldungen fährt die Ballonstadt im Landkreis-Klassement – gemessen an der Einwohnerzahl – ziemlich hinterher. An der Spitzen radeln die Stadtberger mit mehr als 60 Teilnehmern, es folgen Königsbrunn (57), Zusmarshausen (16) und Neusäß (15).

Das kann sich aber noch ändern, am kommenden Samstag ist der offizielle Start des Stadtradelns an der Augsburger Kulperhütte. Für die fleißigsten Radler aus dem Landkreis gibt es im Oktober eine eigene Siegerehrung.

Beim Stadtradeln handelt es sich um eine nach Nürnberger Vorbild weiterentwickelte Kampagne des Klima-Bündnis, dem größten Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen zum Schutz des Weltklimas, dem rund 1700 Mitglieder in 26 Ländern Europas angehören.

Möglichst viele Kilometer zurücklegen

Im Rahmen des Wettbewerbs treten Teams aus KommunalpolitikerInnen, Schulklassen, Vereinen, Unternehmen und Bürger für Radförderung, Klimaschutz und Lebensqualität in die Pedale. Im Zeitraum 1. Mai bis 30. September sollen an 21 aufeinanderfolgenden Tagen möglichst viele Kilometer beruflich und privat CO2-frei mit dem Rad zurückgelegt werden. Wann die drei Stadtradeln-Wochen stattfinden, ist jeder Kommune frei überlassen.

Ziel der Kampagne ist es, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, ein Zeichen für vermehrte Radförderung in der Kommune zu setzten – und letztlich Spaß beim Fahrradfahren zu haben.Das Stadtradeln ist als Wettbewerb konzipiert, sodass mit Spaß und Begeisterung das Thema Fahrrad vorangebracht wird. Gesucht werden Deutschlands fahrradaktivste Kommunalparlamente und Kommunen sowie die fleißigsten Teams und Radelnden in den Kommunen selbst.

Info und Anmeldung unter www. stadtradeln.de

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