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Gestern Abend

11.05.2013

Gersthofen feiert sein Ballonmuseum

Bürgermeister Jürgen Schantin, Christof Trepesch, Mia Norek, Markus Ferber und Helmut Gieber eröffneten die Gersthofer Ausstellung „Schutzschilde“.
Bild: Marcus Merk

10. Jubiläum für den Neubau, der auch der Stadtbibliothek Platz bietet

Gersthofen Vor zehn Jahren bildete der Neubau, in dem das Gersthofer Ballonmuseum und die Stadtbibliothek untergebracht sind, den Abschluss der damaligen Umgestaltung des ehemaligen Straßendorfs zum Stadtzentrum. Grund genug, im Kreise geladener Gäste diesen Anlass gestern Abend groß zu feiern.

„Seit seiner Eröffnung im Jahr 1984 im Wasserturm ist das Ballonmuseum ein Wahrzeichen Gersthofens geworden“, zeigte sich Bürgermeister Jürgen Schantin stolz. Die 1000 Quadratmeter mehr an Ausstellungsfläche, die mit dem Neubau im Jahr 2003 hinzugekommen sind, stellten für die Gestalter der Ausstellung eine Herausforderung dar. Weitere 800 Quadratmeter stehen der Stadtbibliothek zur Verfügung, denn bei der Entscheidung für den Neubau beschloss der Stadtrat, die beiden Einrichtungen gemeinsam unter ein Dach zu bringen.

Bei aller Freude über den Erfolg des Neubaus, der im Dezember 2012 seinen 120000. Besucher begrüßen konnten, vergaßen Schantin und die anderen Festredner allerdings den Ursprung dieser weltweit nahezu einzigartigen Einrichtung: Initiator war der Ballonpionier und Sammler Alfred Eckert, der seine Kollektion an Gegenständen, Dokumenten und Devotionalien rund ums Thema Ballonfahrt der Stadt zur Verfügung stellte. „Sicher hätten viele Besucher ohne das Museum nicht den Weg nach Gersthofen gefunden“, so Schantin.

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Für den Europaabgeordneten Markus Ferber ist das Museum in Gersthofen an der genau richtigen Stelle. Dies sei schon in der langen Ballonfahrttradition hier begründet. „Die Verbindung von Kultur, Technik und Geschichte ist hier gelungen und bildet einen Dreiklang, der Seinesgleichen sucht.“

Die gleichzeitig eröffnete Ausstellung „Schutzschilde“ mit Arbeiten der Augsburger Künstlerin Agata Norek, welche die Verarbeitung von traumatischen Gewalterlebnissen bei Frauen künstlerisch aufarbeitet, sei gleichsam eine Antipode zur Ballonfahrt. „Die Ballonfahrt überwindet Grenzen, Schutzschilde helfen, Grenzen zu setzen, um Menschen zu schützen“, so Ferber.

Der Leiter der Städtischen Kunstsammlung Augsburg, Dr. Christof Trepesch, bewertete Ballonmuseum und Stadtbibliothek als „Hort der Kunst- und Kulturgeschichte mit dem Schwerpunkt des Fliegens“. Er lobte die jeweils große Perfektion in der künstlerischen und technischen Ausführung der Arbeiten Agata Noreks und ihre plastische und bildhafte Sprache.

Ursprung liegt in selbst Erlebtem

Die Künstlerin selbst berichtete, dass der Ursprung ihres Projekts „Schutzschilde“ sowie des von ihr gegründeten Vereins „Shields against Violence“ zur Bewältigung traumatischer Gewalterlebnisse im Jahr 2002 liege. „Dies war das schlimmste Jahr meines Lebens, auch wenn man heute keine äußeren Verletzungen an mir erkennen kann.“

Gleichsam als heller und fröhlicher Gegenpol zu den eher schweren Werken im Inneren des Gebäudes hatte sie auf dem Vorplatz eine Installation bestehend aus lauter leuchtenden „Lichtfänger“-Blumen aus Plexiglas gestaltet.

Gersthofens Kulturreferent, der durch den von Tom Gratza am E-Piano musikalisch gestalteten Abend führte, betonte, dass ihm auch nach 25 Jahren in dieser Funktion seine Aufgabe als Kulturmanager weiterhin Spaß mache. Er bedauerte es auch, dass die bereits angedachte Zusammenarbeit mit den Augsburger Kunstsammlungen für eine Paul-Klee-Ausstellung wegen des tragischen Tods von Museumsleiter Richard Ide nicht mehr realisiert werden konnte. "Seite 1

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