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Gersthofen

27.07.2018

Gersthofen rüstet sich für mehr Kinder

Spiel und Spaß in der Krippe: Gersthofen will in den nächsten zwölf Jahren deutlich wachsen. Damit einher geht auch eine Zunahme der Kinderzahlen und ein steigender Bedarf an Betreuungsplätzen.
Bild: Claireliot, stock.adobe.com

  Wenn die Bevölkerung wie vorgesehen bis zum Jahr 2030 auf 27000 steigt, dann muss die Stadt neue Betreuungsplätze zur Verfügung stellen.

 

  Seit 2011 hat Gersthofen 1500 Einwohner hinzugewonnen – aktuell sind es rund 22500. Bis zum Jahr 2030 soll die Bevölkerungszahl auf 27000 Menschen steigen. Wie wirkt sich das auf den künftigen Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen aus? Dies soll eine Bevölkerungsprognose zeigen, die Statistiker Christian Rindsfüßer vom Institut SAGS dem Stadtrat vorstellte.

Wegen des Wachstums musste die Stadt in den vergangenen Jahren immer wieder kurzfristig neue Betreuungsplätze schaffen. Bis zur Fertigstellung neuer Kitas griff man zu Behelfslösungen wie Containern. Das soll in Zukunft vermieden werden. Rindsfüßer brachte es auf den Punkt: „Ihnen steht einiges bevor.“

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Für die Jahre bis 2030 ermittelte er folgende Zuzüge: Die Stifter-Siedlung, die ja nachverdichtet werden soll, erhält 750 neue Einwohner, für das geplante größte Wohnbaugebiet der nächsten Jahre nördlich der Thyssenstraße erwartet die Prognose 1250. Zuwanderungen aus Generationswechsel und Nachverdichtungen summieren sich auf 2900. „Insgesamt ergibt sich da eine Zahl von 4900 Einwohnern. Liegt der Zuwachs durch Zuzüge 2018 noch bei 224 Einwohnern, sehen die Statistiker ab 2021 jedes Jahr zwischen 415 und 410.

Der Zuwachs und der in Folge steigende Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen liegt allerdings seinen Erkenntnissen nach nicht allein an den Zuzügen, sondern am aktuellen Trend zu mehr Geburten. „Heute bekommt statistisch gesehen jede Frau 1,65 Kinder – vor zehn Jahren lag der Schnitt bei 1,3.“

Die Prognose schlüsselt den voraussichtlichen Kinderzuwachs nach Altersgruppen auf: So werden die unter Dreijährigen – also der potenziellen Krippenkinder von 684 (2017) bis 2030 auf 820 zunehmen – also um 20 Prozent. Bei den Drei- bis Sechsjährigen liegt der Zuwachs in dieser Zeitspanne bei 26 Prozent von 651 auf 819. Die Zahl der Grundschulkinder bis zehn Jahren nimmt gar um 32 Prozent von 831 auf 1099 zu.

Zwar beanspruchen nicht alle Buben und Mädchen Betreuung, dennoch wird der Bedarf an Krippenplätzen von 155 auf 188 steigen. Rindsfüßer geht allerdings davon aus, dass dies die absolute Mindestzahl sein wird. „Es ist zudem denkbar, dass ein bis zwei neue Krippengruppen auch in den Ortsteilen eingerichtet werden.“

Die Zahl der Kindergartenplätze steigt den Berechnungen zufolge von 810 auf 1024. „Die Nachfrage wird bestimmt aufgrund der im Koalitionsvertrag der Bundesregierung beschlossenen Betreuungsfreiheit im dritten Kindergartenjahr steigen.“

Das heutige Angebot an Hortplätzen – 2017 waren dies 220 – bezeichnete der Statistiker als gut. Wenn die Quoten so bleiben wie heute, wird die Zahl der benötigten Hortplätze auf 290 steigen.

Die Zahl der Grundschulkinder wächst von 831 auf 1099 und damit die der Klassen von 33 auf 41. Besonders von der Zunahme ist die Pestalozzischule betroffen: Das liegt an dem künftigen Wohnbaugebiet „Nördlich der Thyssenstraße“, in dem einmal zwischen 1200 und 2500 Menschen leben sollen. Wie berichtet, erarbeiten drei Planungsbüros derzeit Konzepte für eine Bebauung. In allen drei bisher vorgelegten Vorschlägen ist der Bau einer Grundschule sowie einer Kita vorgesehen.

Ein Bevölkerungswachstum auf 27000 angesetzt, steigt die Zahl der Mittelschüler von 631 auf 904. Statt heute 31 wird es dann 44 Klassen geben.

„Es gibt heuer keine Warteliste bei den Betreuungsplätzen“, zeigte sich Bürgermeister Michael Wörle erfreut. Aus heutiger Sicht werden im Jahr 2019 auch keine Notmaßnahmen fällig werden.“

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