Newsticker

Virologe Drosten für baldige Einführung von Tracking-App
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Gersthofen rüstet sich gegen Hooligans

Beschluss

30.09.2011

Gersthofen rüstet sich gegen Hooligans

Die neue Stadionverordnung berechtigt die Ordnungsdienste zu einer genauen Kontrolle der Stadionbesucher.
Bild: Foto: Merk

Eine Stadionverordnung für die Abenstein-Arena (Landkreis Augsburg) soll den Ordnungsdiensten und der Polizei eine bessere Handhabe bieten.

Gersthofen Besseren Schutz gegen Hooligans möchte die Stadt Gersthofen für die Abenstein-Arena und die umliegenden Parkplätze. Deswegen hat der Stadtrat am Mittwochabend einstimmig eine Stadionverordnung verabschiedet.

Das Gremium sah sich zu diesem Schritt veranlasst, weil der TSV Gersthofen in der Bayernliga spielt. „Da kann es passieren, dass seine Fußballer auf Vereine treffen, deren Zuschauer ein erhöhtes Sicherheitsrisiko darstellen“, erklärte Bürgermeister Jürgen Schantin. Der Erlass einer Stadionverordnung sei daher nach Auffassung der Polizei sehr sinnvoll und hilfreich, denn dadurch werde eine höhere Sicherheit erreicht, aber auch die Handlungsmöglichkeiten für die Polizei erhöht, so Schantin weiter.

Grundsätzlich habe derjenige Verein, der ein Spiel ausrichtet, die Verantwortung für Sicherheit und Ordnung im Stadion. Dies kann unter anderem durch Zugangskontrollen mit Durchsuchungen oder auch in der Überwachung einer Stadionverordnung erfolgen – Letztere gab es bis dato noch nicht.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Besucher dürfen zurückgewiesen werden

Ausdrücklich wird in dem jetzt beschlossenen Regelwerk der Kontroll- und Ordnungsdienst berechtigt, Stadionsbesucher zu untersuchen, ob sie wegen Alkohol- oder Drogenkonsums oder wegen des Mitführens von Waffen, gefährlichen und feuergefährlichen Sachen oder von Tieren ein Sicherheitsrisiko darstellen. Solche Besucher dürfen zurückgewiesen werden – ebenso wie alle, gegen die bereits in Deutschland ein Stadionverbot ausgesprochen worden ist.

Untersagt ist das Mitbringen unter anderem von Tieren, rassistischem und radikalem Propagandamaterial sowie Wurfgeschossen, Gassprühdosen und dergleichen. Dasselbe gilt für bengalisches Feuer, wie es kürzlich in der Augsburger SGL-Arena gezündet wurde. Alkohol, Laserpointer oder Lärminstrumente und Megafone sind ebenfalls verboten. Die Verordnung gilt für das gesamte TSV-Stadion sowie die Parkplätze an der Sportallee, bei der Gerfriedswelle sowie beim alten Feuerwehrhaus an der Bürgermeister-Langhans-Straße.

Nicht folgen wollten die anderen Ausschussmitglieder Peter Schönfelders (SPD) Befürchtung. Er sah die Gefahr, dass Besucher die Verordnung dazu nutzen könnten, eventuell Sperrmüll kostenlos loszuwerden. Erwin Fath (CSU) entgegnete, „Wir haben doch auch für jede Halle eine Hausordnung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand einen Schlagstock mitnimmt, um ihn dort abzugeben.“ (lig)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren