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Umweltschutz

01.03.2018

Gersthofen will mehr Energie einsparen

Mehrere Ansätze dazu diskutiert der Energieausschuss heute Abend

Großen Energiehunger hat die Stadt Gersthofen. Den größten Anteil daran haben Industrie und Gewerbe. Zwei Projekte, wie zumindest die Stadt bei ihren eigenen Einrichtungen Energie einsparen kann, sind Thema beim Energie- und Umweltausschuss, der am heutigen Donnerstag ab 18 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses berät.

Mit einem durchschnittlichen Bedarf von 350000 Megawattstunden – das entspricht dem jährlichen Energiebedarf von mehr als 100000 Haushalten – ist der Industriepark, dessen eigenes Kraftwerk pro Tag 20 Lastwagen voller Brennstoffe schluckt, der mit Abstand größte Verbraucher im Stadtgebiet. So steht es in einer Studie, welche die Stadt in Auftrag gegeben hat und die die Wärmenutzung dort unter die Lupe nimmt.

Abwärmenutzung aus dem Industriepark so die Studie weiter, berge große Potenziale. Diese werden, zumindest teilweise, bereits genutzt. Denn im Herbst ging ein Nahwärmenetz in Betrieb, mit dessen Hilfe der B-2-Gewerbepark im Norden Gersthofens mit Fernwärme aus dem Industriepark Gersthofen versorgt wird. Dieser stellt hierfür einen Teil der Abwärme aus seinem Ersatzbrennstoff-Kraftwerk in einem dafür aufgebauten Fernwärmenetz zur Verfügung.

Laut der Studie des Instituts für Energietechnik heizen etwa 40 Prozent der Privathaushalte in Gersthofen mit Öl, 60 Prozent mit Gas. Das sei angesichts des gut ausgebauten Versorgungsnetzes für Gas ein eher niedriger Wert.

Die Stadt sucht, wie berichtet, schon seit längerer Zeit nach Möglichkeiten, wie sie selbst nachhaltiger mit Energie umgehen kann. Fortgesetzt werden soll beispielsweise der Bau von Solaranlagen auf städtischen Liegenschaften. Zuletzt hat die Stadt auf der neuen Turnhalle der Mittelschule eine Photovoltaikanlage installiert, die Stadtwerke erzeugen zudem mit Anlagen am Bauhof und dem Wasserwerk bereits Strom. Wie die Nutzung der Photovoltaik dort weiterentwickelt werden soll, darüber spricht der Energieausschuss in seiner heutigen Sitzung.

Ein weiteres Thema ist ein Wärmenetz für das Schulzentrum: Denn mit der neuen Mittelschule, dem Justus-von-Liebig-Gymnasium und dessen künftigem Neubau sowie der Franziskusschule und der Musikschule böten sich Möglichkeiten für eine gemeinsame Wärmeversorgung. Das hatte nicht zuletzt der städtische Energiemanager Manuel Sutter schon vor einiger Zeit vorgeschlagen.

Außerdem geht es in der Ausschusssitzung noch um die Energieeffizienz im Freibad Gerfriedswelle. Hier hatte Sutter bereits vorgeschlagen, eine Abdeckung für die Becken anzuschaffen. Werde diese während der Zeit, in der das Bad geschlossen ist, ausgefahren, könne der Wärmeverlust deutlich reduziert werden.

der Sitzung des Energie und Umweltausschusses ist am heutigen Donnerstag, 1. März, um 18 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses.

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